28. September 2021 / 10:56 Uhr

"Erhebliche Unregelmäßigkeiten": UEFA fordert Absetzung von Madrider Richter im Super-League-Verfahren

"Erhebliche Unregelmäßigkeiten": UEFA fordert Absetzung von Madrider Richter im Super-League-Verfahren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die UEFA fordert nun die Absetzung des spanischen Richters Manuel Ruíz de Lara, der verantwortlich im Super-League-Verfahren ist. 
Die UEFA fordert nun die Absetzung des spanischen Richters Manuel Ruíz de Lara, der verantwortlich im Super-League-Verfahren ist.  © IMAGO/Focus Images
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Die UEFA hat dem für das Super-League-Verfahren zuständigen Richter Manuel Ruíz de Lara die Unparteilichkeit abgesprochen. Das gab der Verband am Dienstag bekannt und erwartet nun vom Richter, dass er bis zur Prüfung des Antrags "beiseite tritt". 

Nach dem juristisch unausweichlichen Verzicht auf Sanktionen gegen die Super-League-Klubs hat die UEFA ihr Vorgehen verteidigt und den Ton gegen die spanische Justiz verschärft. Beim Gericht in Madrid wurde eine Absetzung des für den Fall zuständigen Richters Manuel Ruíz de Lara beantragt. Diesem wurde von der Europäischen Fußball-Union die Unparteilichkeit abgesprochen. Bis zu einer Klärung müsse dieser zudem bereits seine Arbeit ruhen lassen, da es "erhebliche Unregelmäßigkeiten" gebe.

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"In Übereinstimmung mit dem spanischen Recht - und im grundlegenden Interesse der Gerechtigkeit - erwartet die UEFA von dem betreffenden Richter, dass er bis zur vollständigen und ordnungsgemäßen Prüfung dieses Antrags unverzüglich beiseite tritt", hieß es am Dienstag in einer UEFA-Mitteilung. Grundsätzlich werde die Zuständigkeit des Gerichts in Madrid nicht anerkannt. Bei einem Madrider Provinzgericht wurde Berufung gegen die bisherigen im Sinne der Klubs getroffenen Entscheidungen eingereicht.

Die UEFA hatte am späten Montagabend auf eine Androhung de Laras reagiert und die Verfahren gegen die drei Super-League-Klubs Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin eingestellt. Auch werde der europäische Verband von den übrigen neun Super-League-Teams, die sich von dem Projekt nach massiven Protesten schnell abgewendet hatten, keine Strafzahlungen einfordern.

Dieses Vorgehen sei allerdings kein Zurückweichen in der Super-League-Frage um die angestrebte Neugründung eines Wettbewerbs der Spitzenklubs abseits der Champions League. Die UEFA bekräftigte ihre Haltung, dass sie "stets nicht nur in Übereinstimmung mit ihren Statuten und Reglementen, sondern auch mit dem EU-Recht, der Europäischen Menschenrechtskonvention und dem Schweizer Recht im Zusammenhang mit diesem sogenannten Super League-Projekt" gehandelt habe. "Die UEFA bleibt zuversichtlich und wird ihre Position in allen relevanten Rechtsordnungen weiterhin verteidigen", hieß es.