03. August 2022 / 17:31 Uhr

UEFA bestätigt: Halbautomatische Abseitstechnologie kommt im Supercup erstmals zum Einsatz

UEFA bestätigt: Halbautomatische Abseitstechnologie kommt im Supercup erstmals zum Einsatz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die neue halbautomatische Abseitstechnologie wird beim UEFA-Supercup zwischen Real Madrid und Eintracht Frankfurt zum Einsatz kommen.
Die neue halbautomatische Abseitstechnologie wird beim UEFA-Supercup zwischen Real Madrid und Eintracht Frankfurt zum Einsatz kommen. © IMAGO/Andia (Montage)
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Innovation im Topspiel: Wenn Eintracht Frankfurt und Real Madrid am kommenden Mittwoch um den UEFA-Supercup spielen, kommt eine neue Abseitstechnologie erstmals in einem UEFA-Wettbewerb zum Einsatz. Sie soll die Arbeit der Schiedsrichter erleichtern.

Praxistest beim Duell zwischen den Siegern der Champions- und Europa League: Die UEFA hat Mittwoch mitgeteilt, dass im Supercup-Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Real Madrid erstmals eine halbautomatische Abseitstechnologie zum Einsatz kommt. Das System soll dann auch in der Gruppenphase der Königsklasse eingesetzt werden. Der Engländer Michael Oliver wird das Spiel am kommenden Mittwoch (21.00 Uhr, RTL und DAZN) in Helsinki leiten.

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"Die UEFA sucht ständig nach neuen technologischen Lösungen, um den Fußball zu verbessern und die Arbeit der Unparteiischen zu unterstützen", sagte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti. "Dieses innovative System ermöglicht es VAR-Teams, Abseitssituationen schneller und genauer zu erkennen. Dies kommt dem Spielfluss zugute und trägt zu einheitlichen Entscheidungen bei."

Die neue Messtechnik bei Abseitsentscheidungen war zuletzt beim Arab Cup und der Klub-WM im Februar getestet worden. Über ein 500-Hertz-Signal im Ball und ein Dutzend Kameras, die über Datenpunkte die Bewegungen der Spieler festhalten, wird noch genauer als bislang die Position von möglicherweise im Abseits postierten Akteuren erfasst. Die Daten werden von einem Video-Assistenten geprüft und an den Referee auf dem Feld sofort weitergeleitet.

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Die Technik soll auch bei der Winter-WM in Katar zum Einsatz kommen. Laut FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina erhoffe man sich neben der exakteren Messung auch einen Zeitgewinn. Bislang würden Abseitsüberprüfungen rund 70 Sekunden dauern, mit dem neuen System könne man auf rund 25 Sekunden reduzieren. Über Videoleinwände sollen die Fans im Stadion über die Entscheidungen informiert werden. "Die FIFA will die Technologie weiter fördern, um den Fußball auf allen Ebenen zu verbessern“, wurde FIFA-Präsident Gianni Infantino in einer Mitteilung zitiert.