18. Juni 2021 / 09:22 Uhr

Bericht: UEFA drohte England mit Verlegung des EM-Finals nach Ungarn – Ausnahmeregelung gefordert

Bericht: UEFA drohte England mit Verlegung des EM-Finals nach Ungarn – Ausnahmeregelung gefordert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das EM-Finale soll im Wembley-Stadion stattfinden.
Das EM-Finale soll im Wembley-Stadion stattfinden. © Getty Images (Montage)
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Die UEFA hat sich offenbar mit einer Verlegung des EM-Finals beschäftigt. Wie die Londoner "Times" berichtet, hatte der europäische Fußballverband Gastgeber England damit gedroht, das Endspiel nach Ungarn zu verlegen. Als Grund nennt die Zeitung die Quarantäne-Bestimmungen in Großbritannien.

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Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Deltavariante dürfen beim Finale der Europameisterschaft am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauer dabei sein. Doch offenbar gab es in den vergangenen Tagen Probleme mit den Quarantäne-Bestimmungen in Großbritannien. Daher soll der europäische Fußballverband UEFA laut Times über eine Verlegung des EM-Endspiels nachgedacht haben.

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Für Einreisende gibt es in England weiter große Hürden. In den meisten Fällen ist eine zehntägige Quarantäne notwendig. Vor der Einreise ist in jedem Fall ein negativer Test notwendig, außerdem müssen am zweiten und achten Tag nach der Einreise PCR-Tests gemacht werden. Ausnahmen für Geimpfte gibt es bislang nicht. Und das sorgte wohl bei der UEFA für Gedankenspiele.

Etwa 2500 Personen betroffen

Der Verband habe Großbritannien dem Times-Bericht zufolge damit gedroht, das Finale von London nach Budapest zu verlegen, wenn die britische Regierung nicht umfangreichen Quarantäne-Ausnahmeregelungen für Sponsoren, Verbandsmitarbeitende, Politiker und Medienvertreter zustimmt. Dabei soll es sich um etwa 2500 Personen handeln, die von einer Quarantänepflicht befreit werden sollen.

Laut Times werden sich die Kabinettsminister den Forderungen der UEFA beugen und die Quarantänebeschränkungen für Tausende von VIPs aufheben. Die Ausnahmeregelung würde angeblich Englands Bewerbung für die WM 2030 ankurbeln, da es Premierminister Boris Johnson ermöglichen würde, hochrangige Persönlichkeiten der UEFA direkt in London zu treffen. In England sorgt diese Meldung für viel Wirbel. Johnson verlängerte erst am Montag die noch geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli.