13. August 2020 / 21:46 Uhr

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: Kein erneutes Finalturnier in der Champions League

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: Kein erneutes Finalturnier in der Champions League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
UEFA-Präsident Ceferin schließt ein erneutes Champions-League-Kurzturnier aus.
UEFA-Präsident Ceferin schließt ein erneutes Champions-League-Kurzturnier aus. © imago images/Montage
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Die Champions League geht beim Blitzturnier in Lissabon in die heiße Phase - im deutlich verkürzten Modus. Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kommt eine derartig komprimierte Form der Königsklasse in Zukunft nicht erneut in Frage.

Ein erneutes Finalturnier in der Champions League wird es nicht geben - zumindest, wenn es nach UEFA-Präsident Aleksander Ceferin geht. Der Slowene deutete an, dass das Blitzturnier in Lissabon ein Einzelfall bleiben solle. "Dieses Turnier mag interessant sein. Aber ich glaube nicht, dass wir das in der Zukunft durchführen können. Dafür ist im Kalender kein Platz", sagte der 52-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Lissabon.

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Dass das ursprünglich in Istanbul geplante Königsklassen-Finale im kommenden Jahr nachträglich stattfinden kann, liegt nach der Meinung von Ceferin im Bereich des Möglichen. "Ich bin von Natur aus optimistisch. Ich glaube, dass die Dinge ab nächstem Jahr besser laufen und wir den normalen Fußball zurückhaben werden - den guten alten Fußball mit Zuschauern", so der UEFA-Boss.

Aufgrund der flächendeckenden Wettbewerbsunterbrechung als Folge der Corona-Krise wird die Champions League aktuell im Schnelldurchgang und nach Beendigung des Liga-Spielbetriebs durchgeführt. Das Blitzturnier steigt in Lissabon, dauert noch bis zum 23. August. Dort finden an den Spielorten Estadio da Luz sowie dem Estadio José Alvalade ohne Zuschauer die Viertelfinals und Halbfinals ohne Rückspiele sowie das Finale um den Henkelpott statt. Mit den deutschen Vertretern FC Bayern und RB Leipzig kämpfen nach dem Ausscheiden von Atalanta Bergamo gegen Paris Saint-Germain (1:2) noch fünf weitere Teams um den größten europäischen Vereinstitel.


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Sorgt verkürzter Modus für mehr Attraktivität?

Nach den ersten Partien hatte es Befürworter für die komprimierte Turnierform gegeben. Auch für Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann gibt es beispielsweise für den attraktiven Verlauf des Viertelfinals-Duell zwischen Tuchel-Klub PSG und Atalanta Bergamo (2:1) einen einfachen Grund - den verkürzten Modus mit nur noch einer Partie statt wie üblich einem Hin- und Rückspiel. "Wenn es bei der WM oder EM ins Viertelfinale geht, ist jeder an den Fernseher gefesselt", betonte der frühere Liverpool-Profi in seiner Sky-Kolumne. Der Modus sei eine Riesen-Chance vor allem für Underdogs wie RB Leipzig. Hamann: "Du kannst in drei Mal 90 Minuten Champions-League-Sieger werden. Und diese besonderen Voraussetzungen erhöhen deutlich die Chancen, einen großen Gegner zu schlagen, als wenn du ihn in Hin- und Rückspiel bezwingen musst."