10. September 2021 / 21:56 Uhr

UEFA-Präsident Ceferin attackiert Super-League-Klubs hart: "Versucht, den Fußball zu töten"

UEFA-Präsident Ceferin attackiert Super-League-Klubs hart: "Versucht, den Fußball zu töten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kritisiert die geplante Super League erneut.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kritisiert die geplante Super League erneut. © ULMER Pressebildagentur (Montage)
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Die Gründung der Super League sorgte Mitte April für Aufsehen im Weltfußball. Wenige Tage später stiegen auch aufgrund starken UEFA-Drucks neun der zwölf Gründerteams aus. In einem Interview mit dem "Spiegel" hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Super-League-Klubs hart attackiert.

Im vergangen April drohte ein Zusammenschluss von zwölf europäischen Top-Teams den Fußball in seinen Grundfesten zu erschüttern: Sechs Klubs aus England sowie jeweils drei aus Italien und Spanien kündigten am 18. April einen neuen Wettbewerb namens "The Super League" an, der in direkter Konkurrenz zu der etablierten Champions League der UEFA stehen sollte. Nach wenigen Tagen war das Modell nach heftigen Protesten aus nationalen Ligen, aus Verbänden sowie von zahlreichen Fangruppen aber bereits gescheitert. Einzig Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten weiter an der Idee fest. In einem Interview mit dem Magazin Der Spiegel hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Super-League-Vereine scharf attackiert.

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"Diese Typen haben versucht, den Fußball zu töten", echauffierte sich der Slowene. Sollten sich die drei restlichen Rebellen-Klubs tatsächlich abspalten wollen, mache dies Ceferin "überhaupt nichts aus". Die Logik der Teams verstehe er jedoch nicht: "Was ich ganz lustig finde: dass die gehen wollen und sich gleichzeitig für die neue Champions-League-Saison angemeldet haben. Die können doch nicht in unserem Wettbewerb spielen und dann noch ihren eigenen hochziehen", sagte der UEFA-Boss. Warum die drei Klubs nicht aufgeben wollen? Ceferin hat eine klare Meinung: "Manche Klubs haben einfach inkompetente Chefs."

Ceferin attackiert Real Madrid für Werben um Kylian Mbappé

Besonders scharf attackierte der 53-Jährige Real Madrid. Die Königlichen hätten "gejammert, dass der Verein nur überleben könne, wenn es eine Super League gäbe. Und jetzt hat er versucht, Kylian Mbappé für 180 Millionen Euro zu kaufen? Vielleicht war es ja gut, dass alles so passiert ist". Die Fans hätten den an der Super League beteiligten Personen "eine Lektion erteilt".

Die sechs Premier-League-Vereine Manchester City und United, FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal, Tottenham Hotspur sowie AC und Inter Mailand und Atlético Madrid sahen ihre Fehler bei der Gründung der Super League ein, machten Rückzieher und akzeptierten mitunter auch Millionen-Strafen. Diese neun der zwölf Rebellen sind erst kürzlich wieder in die Internationale Klub-Vereinigung ECA aufgenommen worden. "Diese Entscheidung des ECA-Vorstands markiert das Ende einer bedauerlichen und turbulenten Episode für den europäischen Fußball und entspricht dem unermüdlichen Fokus der ECA, die Einheit im europäischen Fußball zu stärken“, teilte die Klub-Vereinigung daraufhin mit.