15. Juni 2019 / 13:31 Uhr

"Verrückte" englische Klubs: UEFA-Präsident wehrt sich gegen Kritik an Europa-League-Finale in Baku

"Verrückte" englische Klubs: UEFA-Präsident wehrt sich gegen Kritik an Europa-League-Finale in Baku

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen englische Kritik am Finalort der Europa League 2019 gewehrt.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen englische Kritik am Finalort der Europa League 2019 gewehrt. © 2018 Getty Images
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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen Kritik an der Wahl Bakus als Ausrichter des Finals der Europa League gewehrt. Besonders die "verrückten" englischen Klubs bekamen ihr Fett weg. Für die Zukunft wolle der Slowene aber die Auswahl der Final-Orte der Champions League einschränken.

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Nachdem sich englische Klubs, allen voran die Finalisten FC Arsenal und FC Chelsea, über die Wahl Bakus als Ausrichter des Finals der Europa League mehrfach empört hatten, wehrt sich nun UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Am Rande einer Veranstaltung an der britischen Oxford University holte Ceferin zur gesalzenen Antwort aus.

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Europa-League-Finale in Baku? "Homo sapiens leben dort"

"Wann immer wir es mit englischen Klubs zu tun haben, haben wir Beschwerden. Sie sind verrückt! Du machst dich im europäischen Fußball nicht gerade beliebt mit so etwas. Wenn Sie mich fragen, warum wir in Baku spielen, sage ich: 'Leute leben dort. Homo sapiens leben dort.', erklärte Ceferin.

Damit nicht genug, denn der UEFA-Präsident legte nach: "Sie mussten das Spiel wegen der Zeitverschiebung um 11 Uhr abends schauen, aber niemand hat sich beschwert." Denn: "Wenn wir zwei Teams aus Aserbaidschan in London hätten, würde sich auch keiner beschweren. Die würden einfach kommen und ohne Probleme spielen. Wir haben vor eineinhalb Jahren entschieden, dass wir das Spiel in Baku austragen. Dort steht ein modernes Stadion für 70.000 Zuschauer. Ich denke, nur ein Stadion in England ist größer."

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Chelsea und Arsenal hatten bemängelt, dass Aserbaidschans Hauptstadt Baku nur schwer zu erreichen sei, was dazu führte, dass beide Klubs nur jeweils die Hälfte ihrer zugewiesenen 6000 Tickets absetzten. Zudem verzichtete man bei den Gunners auf einen Einsatz des Armeniers Henrikh Mkhitaryan, der aus politischen Gründen die Reise nicht antrat. "Sie sollten die Freude und Demut der Leute sehen, wenn sie die Superstars, die sie mögen, live sehen. Und wir müssen Fußball überall weiterentwickeln, nicht nur in England und Deutschland", begründete Ceferin die Wahl pro Baku.

Einen Seitenhieb Richtung FA konnte sich der UEFA-Boss ebenfalls nicht verkneifen: "Ich wurde von 76 Prozent der europäischen Verbände bei meiner ersten UEFA-Wahl unterstützt, aber nicht von England. England hat den anderen Kandidaten (der Niederländer Michael Van Praag, Anm. d. Red.) unterstützt", sagte Ceferin.

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UEFA-Präsident: Champions-League-Finals nur noch in größten Stadien

Darüber hinaus äußerte sich Ceferin auch zur generellen Richtung bei zukünftigen Vergaben von Finals, speziell in der Champions League, wo Liverpool und Tottenham zuletzt jeweils 16.000 Tickets für das Endspiel in Madrid erhalten hatten. "Meine Gedanke ist, dass wir die Finals in größeren Stadien spielen sollten - selbst wenn das bedeutet, dass wir immer nur in dieselben vier oder fünf Städte gingen. Wir hatten 62.000 Tickets in Madrid bei 980.000 Anfragen. Wenn wir dagegen zum Beispiel in Wembley gespielt hätten, wären es 30.000 Tickets mehr gewesen", rechnete Ceferin vor.

Dies gelte laut Ceferin aber lediglich für die Königsklasse: "Als das Top-, Top-, Top-Event sollte es wahrscheinlich nur in den Top-Spielstätten gespielt werden. Aber die Europa League und alles andere sollte auch mit anderen geteilt werden, die den Fußball lieben."

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