24. September 2019 / 19:55 Uhr

UEFA beschließt Reform: Deutschland bleibt in der Nations League erstklassig

UEFA beschließt Reform: Deutschland bleibt in der Nations League erstklassig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aufgrund einer Nations-League-Reform steigt das deutsche Team nun doch nicht in die B-Gruppe ab.
Aufgrund einer Nations-League-Reform steigt das deutsche Team nun doch nicht in die B-Gruppe ab. © dpa
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Eine Reform der Nations League bewahrt die deutsche Nationalmannschaft wie erwartet vor dem Abstieg aus der A-Liga des ab 2018 erstmals ausgetragenen Wettbewerbs. Das ist das Ergebnis der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Ljubljana.

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Die Schmach der Zweitklassigkeit bleibt Joachim Löw erspart. Die deutsche Nationalmannschaft kann sich dank einer UEFA-Reform in der Nations League trotz des sportlichen Scheiterns wieder mit den besten Teams des Kontinents messen. Wie erwartet beschloss das UEFA-Exekutivkomitee am Dienstag bei seiner Sitzung in Ljubljana eine Aufstockung der A-Liga von zwölf auf 16 Mannschaften. Die vier Absteiger der ersten Auflage 2018 aus Deutschland, Kroatien, Polen und Island dürfen somit auch im Herbst 2020 wieder um die Nachfolge von Premierensieger Portugal mitspielen.

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Nations-League-Aus war der zweite große DFB-Tiefschlag 2018

Für die DFB-Elf war das sportliche Scheitern in der Nations League nur fünf Monate nach dem Vorrunden-Debakel bei der Weltmeisterschaft in Russland der zweite große Tiefschlag des Jahres 2018 gewesen. "Das ist mit Sicherheit kein Weltuntergang, aber es ist schon frustrierend", hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff zum Aus in der Nations League im November gesagt. Das Löw-Team hatte die Vorrunde als Gruppenletzter hinter den Niederlanden und Frankreich ohne Sieg abgeschlossen.

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Statt gegen Teams der Kategorie Finnland, Norwegen und Schottland in der zweitklassigen B-Liga geht es für die DFB-Elf somit gleich nach der EM gegen die sportlich großen Kaliber. In der A-Staffel spielen neben den vier Reformgewinnern noch die vier Finalteilnehmer Portugal, Niederlande, England und Schweiz, die letztmals in ihren Gruppen zweitplatzierten Teams aus Italien, Spanien, Frankreich und Belgien sowie die vier Aufsteiger aus der B-Gruppe aus Bosnien-Herzegowina, der Ukraine, Schweden und Dänemark.

Keine Freundschaftsspiele für DFB-Team bis ins WM-Jahr 2022

Als eine Konsequenz der Reform wird Deutschland bis ins WM-Jahr 2022 keine Freundschaftsspiele mehr haben. Alle sechs Länderspiel-Slots im September, Oktober und November 2020 sind in den neuen Vierergruppen nun für die Nations League reserviert. Im März 2021 startet die Qualifikation für Katar mit entweder zehn Spielen oder acht Spielen und der Teilnahme am Nations-League-Finalturnier.

Aufgrund des schlechten Abschneidens 2018 dürften bei der Gruppenauslosung für die Nations League im März in Amsterdam auf Löw schwere Kontrahenten warten. Bei der Premierenausgabe hatte Deutschland - obwohl damals noch topgesetzt - im späteren Weltmeister Frankreich und den Niederlanden auch ein schweres Los erwischt. Am Ende gab es fünf Monate nach dem WM-K.o. den nächsten sportlichen Rückschlag - sieglos mit dem letzten Gruppenplatz und dem eigentlich besiegelten Abstieg.

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Nations League für viele Sponsoren attraktiv

Ausgerechnet der deutsche Fußball, der die Nations League vielfach skeptisch bewertet hatte, profitiert nun von der Euphorie der anderen Nationen. Nicht nur kleine Verbände sind von dem Wettbewerb begeistert. Gerade die Forderung aus großen Fußball-Ländern wie Italien führte nun zu der Reform durch das Exekutivkomitee. Von einer Lex Deutschland will man beim Dachverband auch nichts wissen. Sichere Werbeeinnahmen und höhere Zuschauerzahlen als bei Testspielen machen die Nations League für viele attraktiv.