14. Oktober 2019 / 11:35 Uhr

Offiziell: UEFA leitet nach Salut-Jubel Verfahren gegen türkischen Fußball-Verband ein

Offiziell: UEFA leitet nach Salut-Jubel Verfahren gegen türkischen Fußball-Verband ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die türkischen Nationalspieler feierten ihren Siegtreffer gegen Albanien mit einem militärischen Gruß
Die türkischen Nationalspieler feierten ihren Siegtreffer gegen Albanien mit einem militärischen Gruß © imago images/Depo Photos
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Die UEFA wird nach dem Salut-Jubel einiger türkischer Nationalspieler ein Verfahren gegen den türkischen Fußball-Verband einleiten. Bei ähnlichen Fällen hatte es in der Vergangenheit harte Sanktionen gegeben.

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Die Europäische Fußball-Union wird nach dem Wirbel um den Torjubel türkischer Nationalspieler ein Verfahren gegen den türkischen Verband einleiten. Nach dpa-Informationen tagt die zuständige Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA am Donnerstag (17. Oktober). Ob dann schon mögliche Sanktionen verhängt werden, die von einer Ermahnung über Geldstrafen bis hin zu Platzsperren und Punktabzügen reichen können, ist aber fraglich. Zunächst werden Stellungnahmen von den Beteiligten eingeholt.

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Die Türkei-Profis hatten direkt nach dem Siegtreffer zum 1:0 in der EM-Qualifikation gegen Albanien am vergangenen Freitag auf dem Platz und später auch in der Kabine mit der Hand an der Stirn salutiert. Unter ihnen waren auch die beiden Bundesliga-Profis Kaan Ayhan und Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf. Das UEFA-Verfahren kann sich gegen den Verband oder aber auch gegen einzelne Spieler richten, sanktioniert werden können auch Äußerungen und Bekundungen außerhalb des Spielfelds.

Der Dachverband verbietet in seinen Statuten politische Bekundungen jeder Art. In der Vergangenheit waren bei entsprechenden Vorfällen, die meist von den Fans auf den Tribünen ausgegangen waren, teils harte Strafen ausgesprochen worden. Vergleichbare Fälle gibt es allerdings kaum, zuletzt musste sich die UEFA-Kammer vor allem mit rassistischen Ausfällen der Fans beschäftigen, bei denen im Wiederholungsfall automatisch ein Geisterspiel verhängt wird.

Türkischer Fußball-Verband bezieht Stellung

Der türkische Fußballverband teilte zu den Szenen nach dem Siegtreffer mit: „Die Fußballer haben dieses Tor mit dem Militärgruß den Soldaten geschenkt, die in der 'Operation Friedensquelle' dienen.“ Der türkische Militäreinsatz hatte am Mittwoch begonnen und richtet sich gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien. Der Einsatz wurde international scharf kritisiert.

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Auch die Aktivitäten der Spieler in den sozialen Medien fallen unter die Zuständigkeit der UEFA. Torschütze Cenk Tosun hatte nach dem Spiel ein Foto von dem Jubel bei Instagram gepostet. Die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can hatten diesen Beitrag mit einem "Like" versehen, dieses später aber wieder zurückgezogen. Beide gaben an, mit ihrer Reaktion auf das Bild keinerlei politische Stellungnahme abgegeben zu haben.