10. Juni 2021 / 15:12 Uhr

UEFA stuft Slogan als "politisch" ein: Ukraine muss EM-Trikots ändern

UEFA stuft Slogan als "politisch" ein: Ukraine muss EM-Trikots ändern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Umriss kann bleiben, der Schriftzug am Kragen allerdings nicht: Ukraines-Stürmer Roman Yaremchuk zeigt hier noch die alte Variante.
Der Umriss kann bleiben, der Schriftzug am Kragen allerdings nicht: Ukraines-Stürmer Roman Yaremchuk zeigt hier noch die alte Variante. © IMAGO/Vitalii Kliuiev
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Die EM-Trikots der ukrainischen Nationalmannschaft sorgen für hitzige Debatten. Die von Russland beanstandete Abbildung der Krim darf zwar weiter auf den Hemden bleiben, dafür fordert die UEFA eine andere Änderung bei den Jerseys.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat das in Russland umstrittene EM-Trikot der Ukraine weitgehend genehmigt - aber auch eine Änderung gefordert. Auf den gelb-blauen Hemden ist eine Silhouette des Landes mit der von Russland annektierten ukrainischen Krim abgebildet. Der Konflikt um die Schwarzmeer-Halbinsel schwelt zwischen beiden Nationen seit 2014. Von der UEFA hieß es zu den Trikots am Donnerstag: "In Anbetracht der Tatsache, dass die Resolution 68/262 der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die von den Mitgliedsstaaten weitgehend angenommen wurde, die territorialen Grenzen als grob durch das Design dargestellt anerkennt, verlangt die UEFA keine Änderungen dieses Designelements.“

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Die neuen Trikots mit dem Schlachtruf "Ruhm der Ukraine!“ waren am Sonntag bei Facebook vorgestellt worden. Auch dieser Ausspruch darf nach UEFA-Angaben weiter auf dem Trikot stehen. Der Slogan könne "als allgemeiner und unpolitischer Ausdruck von allgemeiner nationaler Bedeutung angesehen werden“, begründete der Dachverband.

"Ehre unseren Helden" - Schriftzug muss entfernt werden

Anders sieht es bei dem am Kragen angebrachten Slogan "Ehre unseren Helden“ aus. Dieser wurde von der UEFA nach einer Prüfung als politisch eingestuft. Darum sei der Schriftzug für die bevorstehenden EM-Spiele zu entfernen. Ukraine-Trainer Andrej Schewtschenko hatte das Thema bereits am Mittwoch relativiert: "Das Aussehen des Trikots wurde von der UEFA genehmigt. Ich sehe hier keine Meinungsverschiedenheiten.

Maria Sacharowa, eine Sprecherin des russischen Außenministeriums, hatte von einer "verzweifelten Kunstaktion“ gesprochen, die den Spielern Kraft geben solle. Der Abgeordnete des russischen Unterhauses Witali Milonow forderte von der UEFA ein Verbot des Motivs. "Das ist ein politischer Slogan, der nicht auf den Trikots stehen darf“, sagte er dem Portal Sport-Express. Das sei ein Verstoß gegen internationale Regeln. Sport sollte nicht mit Politik vermischt werden.