14. Januar 2017 / 07:00 Uhr

"Ich gebe immer 100 Prozent": Uffe Bech im XXL-Interview

"Ich gebe immer 100 Prozent": Uffe Bech im XXL-Interview

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Uffe Bech mit einer Flanke. Rechts Augsburgs Konstantinos Stafylidis.
Hannovers Uffe Bech mit einer Flanke. Rechts Augsburgs Konstantinos Stafylidis. © Petrow
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Beim 1:1 gegen Augsburg in Algeciras machte Uffe Bech einen starken Endruck über 45 Minuten. Es war sein erster längerer Einsatz nach der Verletzung vor neun Monaten. Im Hotel Montecastillo sprach er mit uns über seine Pläne für die Rückrunde. 

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Uffe Bech, nach neun Monaten Verletzung die erste Halbzeit gegen Augsburg. Wie wichtig war der Einsatz?

Das war sehr wichtig. Zwei Wochen vor Weihnachten habe ich mit der Mannschaft trainiert und mein Ziel war es, vor dem Urlaub dabei zu sein. Das habe ich mit dem kurzen Einsatz gegen Sandhausen geschafft. Jetzt bin ich ein Teil der Vorbereitung. Darüber bin ich sehr glücklich. Genau das brauche ich gerade.

Kann man sagen, dass Sie sich noch nie so gern gequält haben?

Nein. Ich mag es, hart zu trainieren. Aber wir müssen auch clever sein, weil ich so lange verletzt war. Manchmal merke ich noch etwas, dann müssen wir aufpassen. Aber immer, wenn ich trainiere, trainiere ich volles Brett. Ich kann nicht 90 Prozent trainieren. Ich gebe immer 100 Prozent.

Sie haben im Test gegen Augsburg die Torvorlage gegeben. Was bedeutet die Aktion für Sie?

Ich habe gesehen, dass sich Schnecke (Artur Sobiech) gut freigelaufen hat. Das Tor hat er richtig schön gemacht. Man muss auch defensiv arbeiten, aber für einen Offensivspieler sind solche Aktionen wichtig. Das Spiel war ein guter Anfang für mich.

Uffe Bech und Artur Sobiech jubeln über das 1:0.
Uffe Bech und Artur Sobiech jubeln über das 1:0. © Petrow
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Machen Sie vor oder nach dem Training etwas besonderes?

Immer. Ich arbeite viel im präventiven Bereich. Ich bekomme vor dem Training eine Behandlung an der Stelle der alten Verletzung, das macht alles ein bisschen locker. Dann mache ich eine Übung, um die Stelle warmzumachen. Nach dem Training mache ich spezielle Dehnungen. Man kann Verletzungen nicht immer verhindern, aber ich tue alles, dass ich mich nicht wieder verletze. Nur noch manchmal nervt die Narbe an der verletzten Stelle.

Wie haben Sie die Hinrunde verfolgt?

Es ist nie lustig, nur von der Seitenlinie oder vom Fernsehen zuzugucken. Das ist schwierig für den Kopf, wenn die anderen auf den Trainingsplatz gehen und ich muss drinbleiben. Jeder will Fußball spielen und es ist hart, wenn man nicht ein Teil von der Mannschaft sein kann. Ich war trotzdem motiviert, habe jeden Tag vier Stunden trainiert, um so schnell wie möglich wieder fit zu sein. Es hat lange gedauert, aber es hat sich gelohnt.

Wie fanden Sie die Hinrunde Ihrer Kollegen?

Wir haben meistens gut gespielt. Wir haben es verdient, auf einem der beiden Aufstiegsplätze stehen. Wenn ich die Mannschaft sehe, müssten wir nächstes Jahr wieder in der ersten Liga spielen.

Was ist Ihr nächstes Ziel?

Am liebsten würde ich immer von Anfang an spielen, in jedem Spiel. Als ich verletzungsfrei war, stand ich oft in der Startelf. Ich kenne meine Qualitäten. Ich weiß, dass ich gute Leistungen bringen kann. Ich weiß aber auch, dass die anderen eine gute Hinrunde gespielt haben. Es kann also sein, dass ich nicht sofort Stammspieler werde.

Hannovers Uffe Bech gegen Augsburgs Konstantinos Stafylidis
Hannovers Uffe Bech gegen Augsburgs Konstantinos Stafylidis © Petrow

Sind Sie ein geduldiger Mensch?

Schwierige Frage. Nicht wirklich, glaube ich. Ich möchte so schnell wie möglich wieder spielen. Ich weiß aber, dass es die Entscheidung des Trainers ist.

Entscheidet sich das zwischen Noah Sarenren Bazee und Ihnen?

Nicht zwangsläufig. Noah kann links spielen, ich kann links spielen, Felix Klaus könnte rechts spielen. Wir haben da viele Möglichkeiten. Ich bin auf jeden Fall bereit zu zeigen, was ich bringen kann. Das will ich auch dem Trainer zeigen.

Wie lebt es sich in den Vierer-Villen?

Wir haben Fliesen im Schlafzimmer, deshalb ist es morgens etwas kalt. Nach dem Abendessen treffen Stefan Strandberg, Iver Fossum, Miiko Albornoz und ich uns im gemeinsamen Wohnzimmer und reden miteinander. Das ist etwas anderes als im Hotelzimmer, wo man sich sofort ins Bett liegt. Ich finde gut, wie wir hier zusammen leben.

Was sagen Sie über Ihren Kumpel Yussuf Poulsen in Leipzig?

Er hat gute Leistungen gezeigt, hat aber nicht viele Tore gemacht. Er ist ein richtig guter Kumpel, ein guter Mensch und hilft jeder Mannschaft. An die Meisterschaft denkt er nicht. Er sagt auch, dass Bayern ein oder zwei Levels höher steht. Aber europäisch zu spielen, das ist schon ein großes Ziel für ihn.

Spielen Sie nächstes Jahr gegeneinander?

Das wäre schön.

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