16. November 2019 / 11:07 Uhr

Uli Hoeneß wütet gegen Bayern-Fans: "Ich war kurz davor, auf die Bühne zu gehen"

Uli Hoeneß wütet gegen Bayern-Fans: "Ich war kurz davor, auf die Bühne zu gehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß beschwerte sich nach der Kritik der Bayern-Fans auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Jahreshauptversammlung.
Uli Hoeneß beschwerte sich nach der Kritik der Bayern-Fans auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Jahreshauptversammlung. © imago images/Sven Simon
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Neben rührenden und emotionalen Momenten beim Abschied von Uli Hoeneß, hat es auch Zeitpunkte gegeben, die den neuen Ehrenpräsidenten des FC Bayern verärgert haben. Eine Reihe von Fans, die die Verantwortlichen des Klubs kritisierten, hätten seinen Abschied "beschädigt", so der 67-Jährige auf der PK nach der Versammlung.

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Es war der perfekte Abschied einer Legende im deutschen Fußball: Auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend dankte Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern ab. Tränen, emotionale Reden, Geschenke - alles was dazu gehörte, war dabei. Und doch gab es für Hoeneß einen Wermutstropfen, der den 67-Jährigen verärgerte: Eine Reihe von Fans meldeten sich zu Wort und kritisierten die Verantwortlichen des FC Bayern - und auch Hoeneß selbst. Der Umgang mit Ex-Trainer Niko Kovac oder das Trainingslager in Katar standen im Mittelpunkt der Kritik.

Uli Hoeneß kritisiert Wortmeldungen: "Hanebüchen"

"Und dann fangen diese Wortmeldungen an" - Hoeneß sauer auf Fans

Hoeneß ärgerte das sehr, wie er bei der Pressekonferenz nach der Jahreshauptversammlung deutlich machte: "Ich habe mich heute so sauwohl gefühlt - und dann fangen diese Wortmeldungen an." Der langjährige Manager und Präsident des FC Bayern sprach von 20 bis 30 "Krakeelern", die seinen Abschied "beschädigt" hätten. Hoeneß machte sein Versprechen also wahr und schaltete nur zwölf Minuten nach der Jahreshauptversammlung auf Attacke.

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Nach eigenen Angaben fiel es dem jetzigen Ehrenpräsidenten des FC Bayern schwer, sich bei den Wortmeldungen nicht direkt einzumischen. "Ich war kurz davor, auf die Bühne zu gehen", gab Hoeneß an. Bereits im vergangenen Jahr wurde er von Klub-Mitglied Johannes Bachmayr stark kritisiert. Doch anders als beispielsweise bei seiner Wutrede 2007 blieb der 67-Jährige auch dieses Mal ruhig. Bei der anschließenden Pressekonferenz machte er nur deutlich, was er von diesen Fans hält. "Denen rufe ich zu: Geht doch nach Hause! Es ist keiner gezwungen, Mitglied beim FC Bayern zu sein."

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Hoeneß hatte am Freitagabend als Präsident des FC Bayern abgedankt und sich mit emotionalen Worten von den Fans verabschiedet. Der 67-Jährige wurde anschließend zum Ehrenpräsidenten ernannt. Seine Nachfolge tritt Herbert Hainer an. Der ehemalige Adidas-Chef wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Von Uli Hoeneß wird aber wohl weiterhin noch einiges zu hören sein - das beweist schon die letzte Pressekonferenz. "Wenn ich nicht mehr Präsident bin, kann ich meine Meinung deutlicher sagen, weil sie nicht gleichzeitig Rückschlüsse auf den FC Bayern zulässt", kündigte der 67-Jährige an. Aber auch: "Wenn ich morgen aufwache, habe ich gute Laune."

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