02. August 2020 / 23:06 Uhr

Uli Hoeneß greift BVB wegen "unkluger" Transfer-Politik an: Spieler sind "Verkaufsobjekte"

Uli Hoeneß greift BVB wegen "unkluger" Transfer-Politik an: Spieler sind "Verkaufsobjekte"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß ist kein Freund der Transferpolitik von Borussia Dortmund.
Uli Hoeneß ist kein Freund der Transferpolitik von Borussia Dortmund. © imago images / ActionPictures
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Mit der aktuellen Transfer-Politik von Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund kann Uli Hoeneß nichts anfangen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern bezeichnete sie nun in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" als "unklug". Der Umgang mit den Spielern könne Dortmund im Titelkampf einiges kosten.

Deutliche Worte von Uli Hoeneß in Richtung von Borussia Dortmund: Der Ehrenpräsident des FC Bayern München hat die Transfer-Politik des BVB als "unklug" bezeichnet. "Wenn Dortmund einen hochtalentierten Spieler kauft und er gut spielt, kann man wenige Monate später entweder aus dem Klub selbst oder von außerhalb hören, dass er irgendwann ein Verkaufsobjekt darstellen wird", sagte der 68-Jährige im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und fügte hinzu: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein? Bei uns gibt es das überhaupt nicht. Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen."

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Hoeneß glaubt, dass diese Politik den BVB in den wichtigen Fußballspielen zehn Prozent kosten könne. "Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever", sagte Hoeneß und führte Robert Lewandowski als Beispiel an. "Der saß im Sommer vor zwei Jahren hier bei mir und sagte: 'Herr Hoeneß, Sie müssen unbedingt mit Herrn Zahavi reden.' Das war sein neuer Berater. Ich sagte: 'Ja, gern, mein nächster Termin ist der 3. September.'“. Damit meinte Hoeneß: nach dem Ende der Transferzeit. Es sei sehr wichtig, dass die Spieler und vor allem ihre Berater wüssten, dass man nicht weich werde. Das bringe sonst nur Unruhe.

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Gleichwohl lobte Hoeneß, dass der BVB ein interessanter Klub für Top-Talente sei: "Im Sponsoring kommen sie an uns überhaupt nicht heran, aber damit haben sie unseren finanziellen Vorsprung ganz schön ausgeglichen." Die Dortmunder machten sich zuletzt als Anlaufstelle für Talente einen Namen: Ousmane Dembélé kaufte der BVB 2016 von Stade Rennes für 15 Millionen Euro und verkaufte den Franzosen für 138 Millionen Euro an den FC Barcelona. Auch Jadon Sancho (kam 2017 für knapp 8 Millionen Euro von Manchester City) könnte nun mit großem Gewinn abgegeben werden. Seit Monaten wird über einen Wechsel des 20-Jährigen zu Manchester United für einen dreistelligen Millionenbetrag spekuliert. Mit Jude Bellingham (für 23 Millionen Euro von Birmingham City verpflichtet) hat der BVB erneut einen hochtalentierten Jugendspieler (17 Jahre alt) im Kader.