10. November 2019 / 12:57 Uhr

Anruf live im TV: Uli Hoeneß verteidigt Hasan Salihamidzic vehement gegen Kritik - "Unverschämt"

Anruf live im TV: Uli Hoeneß verteidigt Hasan Salihamidzic vehement gegen Kritik - "Unverschämt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegen Kritik verteidigt.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegen Kritik verteidigt. © imago images/DeFodi
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Skurriler Telefon-Anruf im "Doppelpass": Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic live im TV gegen Kritik verteidigt. Der Bosnier käme "in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu schlecht weg", betonte der scheidende FCB-Boss, der sogar eine rasche Beförderung von Salihamidzic nicht ausschloss.

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Uli Hoeneß hat kurz vor dem Ende seiner Ära nochmal auf sich aufmerksam gemacht. Der Boss des FC Bayern München, der am Freitag von seinem Amt des Klub-Präsidenten zurücktreten wird, hat sich mit einem Telefon-Anruf in die Diskussion im Doppelpass von Sport1 eingeschaltet. Hoeneß verteidigte einen Tag nach dem 4:0-Sieg der Bayern gegen den BVB Sportdirektor Hasan Salihamidzic vehement gegen Kritik.

Eine knappe Stunde wurde schon über den FCB diskutiert, da meldete sich Hoeneß telefonisch bei Moderator Thomas Helmer: "Ich habe folgendes auf dem Herzen: Dass große Teil der Runde sich total despektierlich über Hasan Salihamidzic hier äußern." Dann legte der 67-Jährige los.

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"Hasan hat einen guten Job gemacht. Die Transfers von Pavard, Hernandez und Davies sind allein auf seinen Mist gewachsen", erklärte er. Die Kritik an Salihamidzic, die in der Diskussionsrunde um den ehemaligen Bayern-Spieler Thomas Strunz publik gebracht wurde - nämlich, dass Salihamidzic hinter den mächtigen Klubchefs Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Hoeneß kaum zur Geltung komme -, missfiel dem Bayern-Boss. Er bezeichnete sie als "unverschämt".

Hasan Salihamidzic könnte Montag zum Sportvorstand bestellt werden

Laut Hoeneß komme sein Sportdirektor "in der öffentlichen Meinung viel zu schlecht weg". Zuvor war in der Runde zwar sehr ausführlich über den Sieg des FC Bayern gegen den BVB gesprochen worden. Die Arbeit von "Brazzo" wurde jedoch nur am Rande erwähnt. Dies gefiel Hoeneß nicht. "Es ist unverschämt, wie über ihn gesprochen wurde, als gäbe es ihn gar nicht. Mit ihm werden wir beim FC Bayern noch viel Spaß haben", so das Bayern-Urgestein weiter.

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Hoeneß dementierte jüngste Medienberichte nicht, wonach Salihamidzic in der Aufsichtsrats-Sitzung am Montagabend zum Sportvorstand bestellt werden könnte. Das sei "eine Sache, die morgen im Aufsichtsrat" auf den Tisch komme, sagte Hoeneß. "Wir sind ein demokratischer Verein", weshalb er der Entscheidung des Kontrollgremiums nicht vorgreifen wolle.

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Der mächtige Funktionär verabschiedet sich auf der Jahreshauptversammlung der Münchner von seinem Amt als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender. Somit war der überraschend dominante 4:0-Sieg seiner Bayern gegen den Rivalen Borussia Dortmund der Abschluss seiner großen Karriere beim Rekordmeister. Seine Ämter soll der langjährige Adidas-Boss Herbert Hainer übernehmen, er will aber weitere einfaches Aufsichtsratsmitglied sein. Im Interview mit Sky hat sich Hoeneß emotional bei der Mannschaft bedankt: "Das war ein wunderschöner Abschluss. Dieses Spiel wird mir ewig in Erinnerung bleiben", schwärmte der Bayern-Macher.