07. Februar 2021 / 06:31 Uhr

Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß über die EM-Pläne der UEFA: "Auf drei, vier Länder konzentrieren"

Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß über die EM-Pläne der UEFA: "Auf drei, vier Länder konzentrieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß spricht über die EM-Pläne der UEFA.
Uli Hoeneß spricht über die EM-Pläne der UEFA. © Getty Images/Montage
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Die Diskussion um die Fußball-EM im Sommer geht weiter. Auch der langjährige Bayern-Patron Uli Hoeneß spricht sich nun wegen der Corona-Pandemie gegen die UEFA-Pläne aus.

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Uli Hoeneß hält das Festhalten der Europäischen Fußball-Union an einer EM in zwölf Ländern in Zeiten der Corona-Pandemie für falsch. "Also ich finde es nicht gut, dass die UEFA offensichtlich darauf besteht, das in so vielen Städten zu machen, weil es doch zumindest im Moment so aussieht, dass viele Länder dieses Problem nicht im Griff haben", sagte der frühere Präsident des FC Bayern dem Bayerischen Rundfunk. "Ich hätte es vorgezogen, es auf drei, vier Länder zu konzentrieren, wo man eine größere Wahrscheinlichkeit gehabt hätte, dass man diese Hygienekonzepte gut umsetzen kann", sagte Hoeneß.

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UEFA-Chef Aleksander Ceferin hatte zuletzt bekräftigt, dass das Turnier wie geplant in zwölf Städten in zwölf Ländern stattfinden soll. Er sei "optimistisch", dass sich die Pandemie-Lage bis zum Sommer ändere. Nach aktueller Planung soll die EM am 11. Juni in Rom angepfiffen werden. In London sollen Halbfinals und Endspiel (11. Juli) ausgetragen werden. In München sind die drei Gruppenspiele mit der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) angesetzt.

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Grundsätzlich ist der frühere Weltmeister Hoeneß aber dafür, den Spielbetrieb im Fußball trotz weiter beunruhigender Corona-Lage fortzusetzen. Zumindest in Deutschland habe der Fußball mit einem "sehr guten Hygienekonzept mit großer Disziplin diesen Wettbewerb prima hingekriegt". Zudem dürfe man nicht vergessen, dass der Spitzensport "doch eine große Abwechslung für die Bürger" sei. So oft wie derzeit habe er noch nie Fernsehen geschaut. "Das lenkt doch ab und hilft uns allen, diese schweren Zeiten etwas besser zu überstehen", sagte der 69-Jährige.