03. Dezember 2018 / 20:50 Uhr

Bayern-Boss Uli Hoeneß vermutet Komplott auf JHV: "Wahrscheinlich von außen gesteuert"

Bayern-Boss Uli Hoeneß vermutet Komplott auf JHV: "Wahrscheinlich von außen gesteuert"

Markus Merz
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat gegen Bayern-Fan Johannes Bachmayr nachgelegt. Dieser hatte ihn auf der JHV hart kritisiert.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat gegen Bayern-Fan Johannes Bachmayr nachgelegt. Dieser hatte ihn auf der JHV hart kritisiert. © imago/MIS
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Jetzt schießt Uli Hoeneß zurück: Auf einer Podiumsdiskussion der "Stuttgarter Nachrichten" ätzt der Präsident des FC Bayern gegen den Fan, der ihn auf der Jahreshauptversammlung des FCB scharf angegriffen.

Seine Anreise nach Stuttgart hatte sich Uli Hoeneß am Montag anders vorgestellt. Aufgrund des schlechten Wetters war der Boss des FC Bayern mit dem Zug zur Podiumsdiskussion der Stuttgarter Nachrichten gefahren, musste aber direkt in Augsburg den Zug wechseln, weil die Lok kaputt war. „Dann bin ich im neuen Zug direkt ins Bordbistro und wollte ein Wasser trinken. Auch das gab es nicht. Die Wasserleitung war kaputt.“

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Am Ende hatte es Hoeneß aber doch rechtzeitig nach Stuttgart. Dort waren alle gespannt: Wie würde Hoeneß von der mehrheitlich VfB-Fan-geprägten Kulisse (700 Zuschauer) empfangen werden? Und würde es die nächste Entgleisung geben?

Nach Hoeneß-Aussage: Wie gut ist der Kader des FC Bayern wirklich?

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Hoeneß zur Jahreshauptversammlung des FC Bayern: "War nicht akzeptabel"

Eins vorneweg: Die Gäste empfingen Hoeneß mehrheitlich freundlich. Auch wenn einige lautstarke Buhrufe dabei waren.

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Zu den Vorkommnissen bei der Jahreshauptversammlung sagte Hoeneß am Montag in Stuttgart: „Es war insgesamt nur eine ganz kleine Gruppe, die da Theater gemacht hat. Das ist man beim FC Bayern nicht gewohnt. So wie das abgelaufen ist, war das nicht akzeptabel. Darüber müssen wir nachdenken.“

Hoeneß zur kritischen Rede des Bayern-Fans Johannes Bachmayr: "War wahrscheinlich von außen gesteuert"

Im Hinblick auf die kritische Rede des Bayern-Fans Johannes Bachmayr hatte Hoeneß eine Vermutung: „Der Fan am Freitag war wahrscheinlich von außen gesteuert, der hat ja gar keine Fragen gestellt.“

Bachmayr rügte den Aufsichtsratsvorsitzenden Hoeneß für die Einmischung ins operative Geschäft, das Nachtreten gegen ehemalige Führungskräfte oder Ex-Spieler wie Juan Bernat. Er geißelt edie jüngste, unsouveräne Beschimpfung der Medien, sprach von Vetternwirtschaft und verurteilte die Verbannung von Ehrenspielführer Paul Breitner von der Ehrentribüne. Der Vortrag endete mit dem Satz: „Der FC Bayern ist keine One-Man-Show.“

Hoeneß hat Fankritik „sehr“ getroffen

Zur Kritik, der Kader des FC Bayern sei zu alt, sagte Hoeneß am Montag - vor allem im Hinblick auf Arjen Robben und Franck Ribéry: „Ich bin geprägt von Dankbarkeit. Das sind beides Spieler, die für uns über Jahre die Knochen hingehalten haben. Das sind Aushängeschilder des FC Bayern. Solche Spieler schicke ich doch nicht einfach weg im Sommer. Dafür riskiere ich auch einmal die Meisterschaft.

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