03. Januar 2022 / 11:00 Uhr

Paul Breitner erklärt beigelegten Streit mit Uli Hoeneß: "Weil ich der Einzige war, der sich getraut hat"

Paul Breitner erklärt beigelegten Streit mit Uli Hoeneß: "Weil ich der Einzige war, der sich getraut hat"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paul Breitner (links) ist froh darüber, dass er sich wieder mit Uli Hoeneß vertragen hat.
Paul Breitner (links) ist froh darüber, dass er sich wieder mit Uli Hoeneß vertragen hat. © Getty Images (Montage)
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Uli Hoeneß und Paul Breitner haben nach Jahren des Streits und der Funkstille ihren Konflikt aus der Welt geschafft. Anlässlich des 70. Geburtstages von Hoeneß hat Breitner in einem öffentlichen Brief seine Gedanken über das Verhältnis der beiden Legenden des FC Bayern erläutert.

Paul Breitner ist erleichtert über die Versöhnung mit Bayern-Patron Uli Hoeneß. "Dass ich Dich und den FC Bayern zwischendurch auch mal öffentlich angegangen bin, lag daran, dass sowohl Du als auch der Verein mir immer wichtig waren - und heute noch sind. Ich habe manche Entscheidung kritisiert, weil ich der Einzige war, der sich getraut hat, Dir Kontra zu geben. Ich wollte damit auf Dinge aufmerksam machen, zum Wohl unseres FC Bayern. Wäre es mir egal gewesen, hätte ich mich gar nicht erst damit beschäftigt", schrieb der frühere Nationalspieler in einem Brief an Hoeneß im Klub-Magazin anlässlich dessen 70. Geburtstag am Mittwoch.

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"Lieber Uli, ich bin froh, dass wir beide zur Vernunft gekommen und aufgewacht sind: Es wäre schlimm gewesen, wenn wir unseren Weg nicht auch jetzt noch zusammen genießen könnten. Zu Deinem Geburtstag wünsche ich Dir eine geniale Idee für Deinen persönlichen Wunsch, dass Du, Karl-Heinz Rummenigge und ich noch mal gemeinsam etwas Großes reißen", schrieb der 70-jährige Breitner weiter.

Hoeneß und Breitner hatten zwischenzeitlich miteinander gebrochen - anlässlich des Todes von Gerd Müller (75) im vergangenen Jahr versöhnten sich die Kumpel aus frühen Fußballer-Jahren beim FC Bayern und der Nationalmannschaft wieder.

"Wir verstanden uns auf Anhieb, weil wir trotz grundverschiedener Interessen und teils konträrer Ansichten bei zentralen Werten wie Wille, Einsatz und Fleiß wie eineiige Zwillinge sind", erinnerte sich Breitner an gemeinsame Teenager-Zeiten: "Unser Magnet war gegenseitiger Respekt: Wir wussten, dass wir uns zu 100 Prozent aufeinander verlassen können, auf dem Platz wie im Leben."