11. November 2019 / 14:56 Uhr

Uli Hoeneß nimmt neue Bosse in die Pflicht: Der FC Bayern muss familiär geführt werden

Uli Hoeneß nimmt neue Bosse in die Pflicht: Der FC Bayern muss familiär geführt werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim FC Bayern folgt am Montag Herbert hainer (Mitte) auf Uli Hoeneß (links), Oliver Kahn (rechts) wird neuer Vorstandsvorsitzender ab 2022.
Beim FC Bayern folgt am Montag Herbert hainer (Mitte) auf Uli Hoeneß (links), Oliver Kahn (rechts) wird neuer Vorstandsvorsitzender ab 2022. © Getty Images/imago images/kolbert-press/Montage
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Viel wird dieser Tage über die Inhalte spekuliert, die der Aufsichtsrat des FC Bayern am Montag in seiner Sitzung thematisiert. Beschlossene Sache ist nur, dass Uli Hoeneß seine Ämter als Präsident des FC Bayern und als Aufsichtsratsvorsitzender abgeben wird. Bevor er geht, nimmt er die neue Vereinsführung in die Pflicht.

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"Der FC Bayern muss wie eine große Familie geführt werden. Er muss ein sozialer Verein bleiben", sagte Uli Hoeneß dem Kicker. Ab Montag wird er darauf keinen direkten Einfluss mehr nehmen können. Der 67-Jährige gibt seine Ämter in erster Reihe ab und wird dem Verein als normales Aufsichtsratsmitglied erhalten bleiben. Dennoch hat er mit dieser klaren Wertvorstellung seinen Nachfolgern einen Auftrag hinterlassen.

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Der Bundesligist müsse für die Fans in Deutschland und vor allem Bayern, in Städten wie Deggendorf und Grafenau da sein und nicht nur für die in New York oder Shanghai, präzisierte Hoeneß seine Aussagen. Das bedeutet für den scheidenden Präsidenten auch, gegenüber herrschenden Investoren Standfestigkeit zu demonstrieren. "Ich möchte einmal das Geschrei hören, wenn wir einen Oligarchen hätten, der ein paar Milliarden investiert und die Identität des FC Bayern dabei verloren ginge."

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...zu Real Madrids Bemühungen um Franck Ribery: „Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery.“ © imago

Hoeneß nimmt dafür in Kauf, dass die Bayern immer wieder große Unterschiede zur finanziellen Stärke englischer Spitzenvereine überbrücken müssen. Bewerkstelligen sollen das zwei Männer, die mit dem FC Bayern eng verbunden sind. Hoeneß' Nachfolger wird Herbert Hainer, der als Adidas-Boss seit Jahren mit dem Bayern-Präsidenten zusammenarbeitet und in dessen Augen die geforderten Atrribute wirtschaftliches Know-How und Sportbegeisterung vereint. 2022 wird dann Ex-Torwart Oliver Kahn auf Karl-Heinz Rummenigge folgen.

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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern.
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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern. ©

Insbesondere Kahn sieht Uli Hoeneß als "Hoffnungsträger", um die traditionellen Klub-Werte zu wahren und den FC Bayern in Zukunft zu entwickeln. Er vereine das Familiäre mit dem Sportlichen, so Hoeneß. Der Ex-Profi gibt zu, dass der ehemalige Torwart-Titan "in vielen Bereichen ganz andere Vorstellungen" habe als er, fände es aber schlimm, sollte Kahn keine modernen Strukturen entwickeln wollen. "Sonst hätte ich ihn nicht eingestellt", erklärt Hoeneß klipp und klar. Bis es soweit ist, besteht das Duo Rummenigge-Kahn. Eine Problematik sieht Hoeneß darin nicht. Er habe "das Gefühl, dass Karl-Heinz absolut bereit ist, Oliver gut einzuarbeiten. Die Aufgabe muss beide zusammenführen."