25. August 2017 / 13:15 Uhr

Ultras Dynamo: Protest gegen DFB bleibt

Ultras Dynamo: Protest gegen DFB bleibt

Stephan Lohse
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Ultras der SG Dynamo Dresden wollen ihren Protest, trotz des Gesprächsangebots des DFB, weiter fortsetzen. 
Die Ultras der SG Dynamo Dresden wollen ihren Protest, trotz des Gesprächsangebots des DFB, weiter fortsetzen.  © dpa
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Im Zentrum der Kritik steht die anhaltenden "Drangsalierung" der Fans

Dresden. Die Dynamo-Ultras werden ihren Protest gegen den DFB und die DFL aufrechterhalten. Die Ankündigung von DFB-Präsident Reinhard Grindel, künftig auf Kollektivstrafen zu verzichten, ändere nichts, teilten die Fans am Wochenende mit. „Denn dieses Angebot wird an Bedingungen geknüpft sein, von denen alle Seiten wissen, dass sie nicht zu realisieren sind“, schreiben „UD“.

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Wie die Dynamo-Fans mitteilten, gehe es darum, dass sich der DFB immer weiter von der Basis der Fans entferne. Sportgerichtsbarkeit, die Zerstückelung der Spieltage, die Aufnahme einer chinesischen Mannschaft in die Regionalliga Südwest und die gekaufte WM 2006 werden unter anderem als Beispiele aufgeführt. Es gehe den Ultras darum, dass Stadiongänger nicht weiter „drangsaliert“ würden. Entsprechend wolle man weiter „Zähne zeigen“. „Wir sind zu weit gekommen, um aufzugeben.“

Mit ihrer „Krieg dem DFB“- Choreografie in Karlsruhe hatten die Dynamos zum Ende der Vorsaison eine Kampagne eingeläutet, der sich inzwischen die Fans nahezu aller Profivereine angeschlossen haben. Anti-DFB-Spruchbänder und Sprechchöre waren an den ersten Spieltagen in nahezu jedem Stadion zu sehen und zu hören.

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Der DFB, der lange alle Gespräche abgeblockt hatte, reagiert inzwischen. Neben dem zumindest vorläufigen Ende der Kollektivbestrafung gab es in Dresden ein erstes geheimes Treffen zwischen Fanvertretern und DFB-Vize Rainer Koch. Doch auch das endete im Zwiespalt. Die Bild berichtete über Drohungen gegenüber Koch, als Fans das aufgriffen, dementierte der Funktionär, kritisierte dabei aber nicht die Zeitung für die offensichtliche Falschinformation, sondern die Fans, die das aufgegriffen hatten.