27. Juni 2020 / 16:17 Uhr

Ultras Gelsenkirchen lehnen Dialog mit Schalke-Bossen um Tönnies weiter ab: "Erwarten Taten"

Ultras Gelsenkirchen lehnen Dialog mit Schalke-Bossen um Tönnies weiter ab: "Erwarten Taten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Ultras Gelsenkirchen grenzen sich weiterhin klar gegen die Führung von Schalke 04 ab.
Die Ultras Gelsenkirchen grenzen sich weiterhin klar gegen die Führung von Schalke 04 ab. © imago images/Laci Perenyi/Sven Simon (Montage)
Anzeige

Die Fans des FC Schalke 04 stellen sich weiterhin gegen den in der Kritik stehenden Clemens Tönnies. Einen Dialog mit dem Aufsichtsratschef und den anderen Klub-Bossen von S04 lehnen die Ultras Gelsenkirchen derzeit ab, wie sie am Samstag deutlich machten.

Anzeige

Das Klima zwischen den Fans von Schalke 04 und den Klub-Verantwortlichen bleibt vergiftet. Vor allem der Corona-Skandal im Schlachtbetrieb von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies lässt das Fass bei den Anhängern der Königsblauen überlaufen. Doch neben Tönnies sind die weiteren Bosse Jochen Schneider (Sportvorstand) und Alexander Jobst (Marketing und Kommunikation) in den Fokus der Kritik geraten. Eine direkte Auseinandersetzung lehnen die Ultras Gelsenkirchen weiterhin ab. "Bevor ein glaubwürdiger Dialog stattfinden kann, erwarten wir Taten", schrieb die Fan-Gruppierung am Samstag.

Mehr vom SPORTBUZZER

Und weiter: "Es braucht eine glaubwürdige und schonungslose Aufarbeitung der aktuellen Situation und begangenen Fehler.“ Damit legen die Ultras in der Auseinandersetzung mit den Schalke-Oberen nach. Jüngst hatten sie einen offenen Brief auf ihrer Homepage veröffentlicht - und darin Tönnies, Schneider und Co. hart kritisiert. "Die desaströse Situation rund um unseren FC Schalke 04 e.V. können und wollen wir nicht länger unkommentiert lassen", hieß es in dem Schreiben.

Schalke-Ultras: Klub hat "selten ein katastrophaleres Bild abgegeben"

Ihnen geht es vor allem darum, dass der Verein "selten ein katastrophaleres Bild abgegeben hat als in dieser Saison." Es seien "vor allem die Gremien und Vereinsverantwortlichen", die Schalke "der Lächerlichkeit preisgeben und jeglichen Kontakt zur Gelsenkirchener Realität verloren zu haben scheinen."

50 ehemalige Spieler des FC Schalke 04 und was aus ihnen wurde

Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©

Schalke-Fans protestieren gegen Tönnies

Unmittelbar vor dem Saison-Abschluss von S04 hatten zahlreiche Fans mit einer Menschenkette vor der Veltins Arena protestiert. Unter dem Motto "Schalke ist kein Schlachthof - gegen die Zerlegung unseres Vereins" machten die Fans auf Missstände und Fehlentwicklungen im Klub und im Fleisch-Unternehmen des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies aufmerksam. Bei der Demo dabei war unter anderem auch Schalke-Legende Yves Eigenrauch. In einem Video bei Twitter sagte er: "Ich hoffe mal, dass die Leute darüber nachdenken, ob der Fußball, gerade hier auf Schalke aber auch insgesamt, noch der ist, wie sie sich ihn vorstellen."