26. August 2020 / 16:36 Uhr

Keine Länderspiele für Mehmedi? VfL-Profi will hier richtig fit werden

Keine Länderspiele für Mehmedi? VfL-Profi will hier richtig fit werden

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Will in Wolfsburg richtig fit werden: Admir Mehmedi (l.) hat seine Achillessehnenverletzung überstanden.
Will in Wolfsburg richtig fit werden: Admir Mehmedi (l.) hat seine Achillessehnenverletzung überstanden. © Roland Hermstein
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VfL-Profi Admir Mehmedi ist wieder da, seine Achillssehnenverletzung hat der Offensivmann des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auskuriert. Damit er nun wieder richtig fit wird, verzichtet er wohl auf die Länderspiele mit der Schweiz.

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Einmal alles auf Anfang... Beim Test am Samstag gegen Kiel hatte Admir Mehmedi endlich wieder das machen dürfen, was er am liebsten macht – Fußballspielen. Der VfL-Offensivmann hatte sich beim 0:2 am 23. Mai gegen Dortmund an der Achillessehne verletzt. „Ein kleiner Riss, wie sich herausstellte.Ich hatte unglaubliche Schmerzen“, so der schweizerische Nationalspieler, der in den Partien gegen Frankfurt und in Bremen auf die Zähne gebissen und gespielt hatte. Aber der 29-Jährige war längst nicht so präsent im Spiel wie man es von ihm eigentlich kennt.

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Mehmedi ist einer, der sich zwischen der Angriffs- und der Mittelfeldlinie bewegt, so ist er für den Gegner meist schwer zu packen. In den genannten Partien jedoch war das für die gegnerischen Abwehrspieler kein Problem. Vergessen und vorbei. „Wir haben einmal den Reset-Knopf gedrückt, jetzt bin ich wieder da“, so Wolfsburgs Nummer 14. „Ich bin wieder schmerzfrei.“ Nach Reha und Aufbautraining. Trotz des kleinen Risses wurde entschieden, die Verletzung konservativ zu behandeln. „Ich konnte hier mit unseren Leuten gut arbeiten, alle haben einen guten Job gemacht, haben Top-Arbeit geleistet und mir gut geholfen – vor allem der Michele.“ Mehmedi meint VfL-Rehatrainer Michele Putaro.

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Josip Brekalo (Vertrag bis 2023): In Top-Form ist der dribbelstarke Außenbahner gesetzt, einige Klubs sind schon auf ihn aufmerksam geworden. Insgesamt bestritt er86 Bundesliga-Partien (Notendurchschnitt 2019/20: 3,62). Zur Galerie
Josip Brekalo (Vertrag bis 2023): In Top-Form ist der dribbelstarke Außenbahner gesetzt, einige Klubs sind schon auf ihn aufmerksam geworden. Insgesamt bestritt er86 Bundesliga-Partien (Notendurchschnitt 2019/20: 3,62). ©

Bereits in der Hinrunde der vergangenen Saison hatte Mehmedi wegen eines Muskelfaserrisses aussetzen müssen, in der Rückrunde dann die nächste Zwangspause. Gerade für den Kopf seien solche Rückschläge nicht leicht zu verkraften, sagt der Offensivmann. Warum es ihn zuletzt häufiger erwischte – Mehmedi kann es sich nicht erklären. „Ich hatte das Glück, dass ich vor meinem Wechsel nach Wolfsburg nur wenige Pflichtspiele für meine Ex-Klubs verpasst habe. Seit ich jedoch hier bin, ist das anders, da habe ich in vielen Pflichtspielen gefehlt. Ich frage mich manchmal auch: Wie kann das sein? Wichtiger ist jedoch, dass man alles tut, um wieder zurückkommen zu können.“ Das habe er in den vergangenen Wochen und Monaten getan.

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Das Ziel für ihn lautet: „Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison in einer Top-Verfassung zu sein – und da sind wir auf einem guten Weg“, freut sich der VfLer, der in der nächsten Woche eigentlich zur Nationalelf der Schweiz reisen müsste. Die Eidgenossen spielen in der Nations League in der Ukraine (3. September) und gegen Deutschland (6. September). Aber fährt Mehmedi wirklich oder macht es nicht mehr Sinn, in Wolfsburg weiter an der Fitness zu arbeiten? „Wir sind da im Austausch. Klar ist, dass es mehr Sinn machen würde, wenn ich hier bleiben würde, weil ich eben noch nicht auf einem Top-Niveau bin.“ Es wäre klüger, die Zeit hier zu nutzen, „damit ich fit werde für unser erstes Pflichtspiel und damit ich dann im Oktober bei den Länderspielen wieder bei hundert Prozent bin“.

Bleibt die Frage: Was wünscht er sich für die im September beginnende neue Saison? Mehmedi denkt zunächst an die Mannschaft und wünscht sich für die neue Saison „Konstanz, damit wir den Weg, den wir eingeschlagen haben – auch mit den Transfers jetzt, junge, hungrige Spieler zu holen, weitergehen und uns als Mannschaft weiterentwickeln.“ Und was wünscht er sich für sich selbst? „Einfach gesund zu bleiben, weil wenn ich gesund bin, dann kann ich dieser Mannschaft sehr viel geben.“