26. März 2021 / 16:00 Uhr

Um noch attraktiver für Top-Talente zu sein: Der VfL Wolfsburg investiert Millionen ins Trainingsgelände

Um noch attraktiver für Top-Talente zu sein: Der VfL Wolfsburg investiert Millionen ins Trainingsgelände

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hier wird gerade kräftig umgebaut: Der VfL Wolfsburg investiert in die Infrastruktur. Sportdirektor Marcel Schäfer erklärt, warum.
Hier wird gerade kräftig umgebaut: Der VfL Wolfsburg investiert in die Infrastruktur. Sportdirektor Marcel Schäfer erklärt, warum. © Britta Schulze
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Das Trainingsgelände des VfL Wolfsburg gleicht gerade einer Großbaustelle: Der Klub investiert Millionen in seine Infrastruktur - auch, um noch mehr Top-Talente für sich gewinnen zu können.

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Da, wo die VfL-Profis sonst schwitzen, toben sich große Baufahrzeuge aus und bewegen Tonnen an Erdreich – kurzum: Das VfL-Trainingsgelände hinter der VW-Arena ist gerade eine Riesen-Baustelle. Und das wird noch ein paar Monate so bleiben. So lange werden die Spieler entweder auf den Plätzen vor der Arena oder auf dem neben dem AOK-Stadion üben. Der VfL will seine ohnehin schon guten Bedingungen noch verbessern. Auch, um weitere Top-Talente von einem Wechsel nach Wolfsburg überzeugen zu können. Die Kosten der Umbaumaßnahmen liegen im unteren siebenstelligen Bereich.

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„Es bleibt unser Ziel, weitere junge, hungrige Spieler wie Bartosz Bialek, Maxence Lacroix oder Ridle Baku für uns zu gewinnen. Dafür braucht es auch super Trainingsbedingungen“, sagt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Bereits im vergangenen Jahr war klar, dass die Trainingsfläche zwischen Stadion und VfL-Center komplett neu gestaltet werden soll. Vor allem die geplante Installation einer Rasenheizung unter dem neuen Hybrid-Rasen dort ergibt Sinn, denn in den vergangenen Jahren mussten die Spieler deshalb immer auf den Platz vor der Arena ausweichen.

Umbaumaßnahmen auf dem VfL-Trainingsgelände

Künftig kann Trainer Oliver Glasner wählen, auf welchem Platz seine Profis schwitzen werden. Zudem wird einer der Plätze gedreht. Und es sollen noch ein Speedcourt (ein eingezäunter Mini-Platz) und ein gesonderter Bereich für die Torhüter entstehen. Zudem kommt der Magath-Hügel, auf dem Schäfer und Co. so manche schweißtreibende Einheit hatten absolvieren müssen, weg. Das hatte Manager Jörg Schmadtke bereits im vergangenen Sommer angekündigt. Allerdings: Wann das passieren wird, ist noch nicht genau geklärt. Wie lange Wout Weghorst und Co. nicht auf dem Gelände hinter dem Stadion trainieren können, ebenfalls noch nicht. „Wir hoffen, dass die Plätze bis zum Anfang der nächsten Saison fertig sind“, so Schäfer. „Aber man muss schauen, ob das klappt, weil ja immer mal was dazwischenkommen kann.“

Die Bauarbeiten hätten schon im vergangenen Jahr starten sollen, wurden jedoch wegen der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben. Schäfer betont: Die Infrastruktur beim VfL sei schon gut gewesen, „aber wir wollen da noch besser werden, immer natürlich unter der Berücksichtigung der aktuellen Situation. Arbeit und Entwicklung sind Schlagworte für uns. Diese wollen wir weiterhin leben.“ Und das mit diesem neuen Trainingsgelände auch belegen.