19. September 2020 / 11:39 Uhr

Umfrage: FC Kilia Kiel ist der Favorit in der Landesliga Mitte

Umfrage: FC Kilia Kiel ist der Favorit in der Landesliga Mitte

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Obere Reihe: Ligaobmann Rainer Kobarg, Shpend Meshekrani, Okan Erkocu, Enis Jashari, Franko Milbradt, Kenan Hasicic, Teyi Lawson-Body, Jonas Schäfer. Mittlere Reihe: Physiotherapeutin Anna Otten, Zeugwart Sven Witt, Ligaobmann Norbert Heckmann, Fynn Gerlach, Michel Witt, Yannik Jakubowski, Tom Wüllner, Serhat Yazgan, Christoph Schimming, Lars Horstinger, Sportchef Harry Witt, 1. Vorsitzender Volker Roese, Trainer Steve Frank. Vordere Reihe: Ramyar Ismail, Patrick Amponsah, Andre Volkers, Steven Steiner, Justus Kaack, Chris Wippich, Benjamin Petrick, Benedict Klimmek.
Obere Reihe: Ligaobmann Rainer Kobarg, Shpend Meshekrani, Okan Erkocu, Enis Jashari, Franko Milbradt, Kenan Hasicic, Teyi Lawson-Body, Jonas Schäfer. Mittlere Reihe: Physiotherapeutin Anna Otten, Zeugwart Sven Witt, Ligaobmann Norbert Heckmann, Fynn Gerlach, Michel Witt, Yannik Jakubowski, Tom Wüllner, Serhat Yazgan, Christoph Schimming, Lars Horstinger, Sportchef Harry Witt, 1. Vorsitzender Volker Roese, Trainer Steve Frank. Vordere Reihe: Ramyar Ismail, Patrick Amponsah, Andre Volkers, Steven Steiner, Justus Kaack, Chris Wippich, Benjamin Petrick, Benedict Klimmek. © Nawe
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Souverän tütete der FC Kilia Kiel in der abgelaufenen Spielzeit die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga Ost ein. In der nun anstehenden Saison in der Landesliga ist der Aufsteiger erneut heißester Anwärter auf den Titelgewinn. Zumindest ist dies das eindeutige Ergebnis einer auf dem Sportbuzzer veröffentlichten Umfrage.

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Über 60 Prozent der Teilnehmer sind der Ansicht, dass die Kilianer am Ende ganz oben stehen werden. Die zweitmeisten Stimmen entfielen auf den VfR Neumünster. Demzufolge wartet am ersten Spieltag gleich ein absolutes Topspiel, schließlich müssen die Kilianer am Sonntag (14 Uhr) beim VfR antreten.

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Dass der FC Kilia Kiel so hochgehandelt wird, kommt nicht von ungefähr, schließlich konnte der Landesligist sich mit zahlreichen Neuzugängen verstärken, die den Kader qualitativ und quantitativ aufwerten. „Wir haben nun unzählige Alternativen zur Verfügung und sind auf allen Positionen doppelt gut besetzt“, stellt Kilias Sportlicher Leiter Harry Witt zufrieden fest.

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Den größten personellen Handlungsbedarf sah Witt im Defensivbereich: „Wir haben im letzten Jahr 21 Gegentore kassiert. Das waren im Grunde genommen eigentlich zu viele.“ Dementsprechend reagierte der Verein und lotste Christoph Schimming und Benedict Klimmek an den Hassseldieksdammer Weg. Vor allem bei Letztgenannten gerät Kilias Sportlicher Leiter regelrecht ins Schwärmen: „Das ist natürlich ein absoluter Toptransfer. Benedict hat Übersicht, ist zweikampfstark, hat ein extrem gutes Kopfballspiel, und ist darüber hinaus auch menschlich ein absoluter Gewinn für unser Team.“

Doch auch in den anderen Mannschaftteilen legten die Kilianer nach. Eine weitere Option im Mittelfeld bietet sich nun mit Sphend Meshekrani und auch in seinem Fall findet Witt nur lobende Worte: „Er ist defensiv eine absolute Bank und es ist stets eine Augenweide ihm zuzusehen.“

Und auch der ohnehin schon sehr torgefährliche Angriff bekam noch Zuwachs in Person von Lars Horstinger, der in den vergangenen drei Jahren beim TSV Kropp zeigte, dass er durchaus weiß wo das Tor steht. „Er ist abschlussstark, hat eine ordentliche linke Klebe und bringt jede Menge Wucht und Tempo mit“, erklärt Witt.

Mehr denn je die Qual der Wahl hat nun Kilia-Coach Steve Frank. Doch wie soll der Trainer mit diesem Luxusproplem umgehen? Sich auf die Suche nach einer Stammformation begeben und mit dieser die Saison im Großen und Ganzen bestreiten? Oder Woche für Woche die Mannschaft radikal verändern - und wie Ottmar Hitzfeld seinerzeit in München ganz bewusst auf das Rotationsprinzip setzen? Oder sich diese Frage gar nicht stellen und einfach die Trainingseindrücken zum Maßstab machen?

„Wir werden sicherlich nicht jede Woche mit der gleichen Elf auflaufen, denn dafür ist die Qualität innerhalb des Kaders einfach zu ausgeglichen. Sicherlich gibt es ein Grundgerüst aus Spielern wie Jakubowski, Klimmek, Petrick, Wüllner, Meshekrani und Yazgan, aber grundsätzlich hat jeder Spieler Chancen zum Einsatz zu kommen, wenn er im Training und in den Spielen entsprechende Leistungen bringt. Hinzu kommt natürlich auch noch, dass man als Trainer daran denken muss, dass man auch alle Spieler auch irgendwo bei Laune hält“, so Frank.

Verzichten müssen die Kilianer jedoch längere Zeit auf Keeper Justus Kaack, der sich in einem Vorbereitungsspiel einen Schien-und Wadenbeinbruch zuzog. „Das war ein glatter Bruch und konnte noch am gleichen Abend operiert werden. Im Moment ist er auf Krücken unterwegs. Ich denke, dass das Ganze fünf oder sechs Monate dauern wird. Justus spekuliert jedenfalls darauf, dass er zur Rückrunde wieder einsatzfähig sein kann“, so Frank.

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Folglich musste der Landeslist auf der Torwartposition noch einmal nachbessern, der daraufhin den 39-jährigen Routinier Bernd Ewers zum Teil des Kaders machte. „Mit Bernd habe ich jetzt schon diverse Male zusammengearbeitet und auch selbst noch mit zusammengespielt. Ich bin froh, dass das geklappt hat und er so kurzfristig eingesprungen ist und uns damit aus der Patsche hilft“, so Frank.

FC Kilia Kiel

Tor: Justus Kaack, Steven Steiner, Bernd Ewers.

Abwehr: Patrick Amponsah, Benedict Klimmek (SV Todesfelde), Chris Wippich, Teyi Lawson-Body, Andre Volkers, Fynn Gerlach, Maximilian von Randow, Christoph Schimming (Inter Türkspor Kiel).

Mittelfeld: Tom Wüllner, Enis Jasari, Okan Erkocu, Michel Witt, Serhat Yazgan (SC Weiche Flensburg 08 II), Shpend Meshekrani (Inter Türkspor Kiel), Benjamin Petrick, Salih Ramo Siyabend.

Angriff: Lars Horstinger (TSV Kropp), Jonas Schäfer, Kenan Hasicic (Inter Türkspor Kiel), Ramyar Ismael, Steve Sam, Franko Milbradt, Yannik Jakubowski.

Trainer: Steve Frank, Co-Trainer: Benjamin Petrick.