14. Oktober 2020 / 19:34 Uhr

Unauffällig und verlässlich: Christian Trepte ist beim TSV Hagenburg der wichtige Aufräumer

Unauffällig und verlässlich: Christian Trepte ist beim TSV Hagenburg der wichtige Aufräumer

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
„Ich habe meine Stärken in der Verteidigung“: Christian Trepte (vorne) hängt regelmäßig an seinen Gegenspielern, wie hier am Rehrener Julian Lattwesen. Am nächsten Sonntag treffen die beiden wieder aufeinander.
"Ich habe meine Stärken in der Verteidigung": Christian Trepte vom TSV Hagenburg hängt an seinen Gegenspielern, wie hier am Rehrener Julian Lattwesen. © Uwe Kläfker
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Der TSV Hagenburg hat die vergangenen vier Spiele alle gewonnen. Immer mit dabei war Christian Trepte, der unauffällige Sechser, der selbst gar nicht so gerne im Rampenlicht steht.

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„Wir müssen ja nicht so viel über mich sprechen, sondern mehr über die Mannschaft.“ Viel besser als Christian Trepte in das Interview einsteigt, kann man seine Rolle beim Fußball-Bezirksligisten TSV Hagenburg kaum beschreiben. Während seine Mitspieler wie Dimitrij Salakin oder Rizgar Akad für die große Show zuständig sind, hält Trepte seinen Mitspielern häufig den Rücken frei, räumt auf und agiert im Hintergrund. Unauffällig, aber verlässlich und deswegen so wichtig.

Vollgas bis zum Schluss

„Meine Rolle können andere besser beurteilen“, erklärt der 29-Jährige. „Ich bin jetzt aber nicht für den genialen Pass zuständig, sondern habe meine Stärken in der Verteidigung.“ Im zentralen Defensivblock mit den Innenverteidigern Daniel Aust und Mirco Gallus, sowie Sechser Marvin Fieber an seiner Seite bildet Trepte tatsächlich eine schwer zu überwindende Hürde. „Wir haben eine echt gute Abwehr“, so der Hagenburger. „Wir spielen aber auch schon lange zusammen und kennen uns daher gut.“

Für seinen Trainer Felix Dyck ist der defensive Mittelfeldspieler auf und neben dem Platz eine „extrem wichtige Säule“, die immer vorangeht.“ Auch in jedem Training gibt ‚Trappa’ immer Vollgas bis zum Schluss. So einen klasse Typen wünscht man sich in seiner Mannschaft“, lobt ihn Dyck.

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Der Fan des FC Bayern München fing direkt im G-Junioren-Alter mit dem Fußball an. Privat wohnt er in Wunstorf, arbeitet beim Finanzamt in Hannover und unterrichtet gleichzeitig angehende Finanzbeamte in Rinteln. Während er seine Jugend fußballerisch beim 1. FC Wunstorf verbrachte, wechselte er 2016 zum TSV Hagenburg. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga folgte erst ein verlorenes „Endspiel“ um den Wiederaufstieg gegen den SC Rinteln und im darauffolgenden Jahr das Aus in der Aufstiegsrelegation beim VfL Bückeburg II. „Das war schon alles sehr bitter“, blickt Trepte zurück. „Ich bin aber einer, der sich immer verbessern möchte.“ Und so war nach Platz drei 2018 und Platz zwei im Jahr darauf klar, dass es nun für ganz oben reichen sollte. „Irgendwann sind wir man dran“, hat sich das Team vor der vergangenen Saison gesagt. Und auch wenn der Abbruch durch das Coronavirus die Rückkehr in die Bezirksliga beschleunigen sollte, ist sich Trepte sicher, dass es dieses Mal geklappt hätte.

Nicht absteigen

Der Start in die aktuelle Spielzeit ging mit einem Punkt aus drei Spielen jedoch in die Hose. „Wir haben allerdings auch gegen gute Gegner wie Rehren und Algesdorf gespielt. Gegen Enzen ging bei uns halt gar nichts.“ Es folgten jedoch vier Siege, die den TSV nun in die Gruppe der Top-Teams katapultierten. „Wir wollen nicht absteigen und wenn wir auf Platz zwei landen und damit in der Aufstiegsrunde spielen, haben wir das unser Ziel erreicht“, gibt sich der Hagenburger zuversichtlich. „Es ist eine enge Staffel, in der jeder jeden schlagen kann.“

Gegen den Angstgegner

Am nächsten Sonntag steht für Trepte und Co. nun das Auswärtsspiel beim MTV Rehren A/R an. Der Gegner, der den Hagenburgern bereits 2019 den Aufstieg in die Bezirksliga versaute und auch höchstdramatisch im Elfmeterschießen aus dem Kreispokal schoss. Auch das Hinspiel ging mit 2:3 verloren.

Kann der TSV Hagenburg einfach nicht gegen den MTV gewinnen? „Es waren immer knappe Duelle“, erinnert sich der 29-Jährige. „Aber natürlich regt es einen irgendwann auf.“ Zuversicht herrscht trotzdem. „Ich habe bisher zweimal in Rehren gespielt und dort zumindest nicht verloren. Die Serie wollen wir weiter ausbauen.“ Für die große Show werden dann am Sonntag wieder andere zuständig sein. Sie können auf Nummer sicher gehen, dass ihnen der Rücken freigehalten wird.