22. November 2019 / 18:24 Uhr

„Unberechenbar“: TV Jahn Duderstadt muss in Barsinghausen ran

„Unberechenbar“: TV Jahn Duderstadt muss in Barsinghausen ran

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
„Barsinghausen ist nicht unbezwingbar“: Chris Osei-Bonsu (links) und der TV Jahn Duderstadt stehen vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe.
„Barsinghausen ist nicht unbezwingbar“: Chris Osei-Bonsu (links) und der TV Jahn Duderstadt stehen vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe. © Helge Schneemann
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Nach zwei Heimspielen hintereinander müssen die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt wieder auf Reisen gehen. Am Sonntag, 24. November, gastieren die Eichsfelder bei Tabellennachbar HV Barsinghausen (17 Uhr).

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Es ist schon etwas paradox: Der TV Jahn präsentierte sich in den vergangenen beiden Partien stark und musste am Ende dennoch ernüchternde Resultate hinnehmen. Einmal, beim 33:37 gegen den MTV Großenheidorn, verließen die Eichsfelder als Verlierer das Parkett. Und das andere Mal, beim 25:25 gegen den VfL Hameln, zumindest als gefühlter Verlierer. Dabei hatten die Duderstädter in beiden Partien die Weichen schon auf Sieg gestellt, ehe sie kompakte Führungen in den Schlussminuten noch aus der Hand gaben.

Anstatt in die obere Tabellenhälfte vorzudringen, ein positives Punktekonto aufzuweisen und mit breiter Brust in die anstehenden Prüfungen gehen zu können, verharrt der TV Jahn nun mit 8:10 Punkten im Niemandsland der Tabelle (Platz acht) und stellt sich die Frage: Woran hat es gelegen? Der Vorsitzende der Duderstädter, Ekkehard Loest, hatte nach dem Unentschieden gegen Hameln am vergangenen Wochenende eine klare Antwort auf diese Frage: Die Mannschaft habe zu naiv agiert. „Das müssen wir jetzt schnellstens abstellen“, betonte er.

TV Jahn Duderstadt - VfL Hameln 2019/2020

Wieder nix: Dem TV Jahn Duderstadt ging gegen Hameln erneut am Ende die Luft aus. Immerhin ein Punkt bleibt im Eichsfeld. Zur Galerie
Wieder nix: Dem TV Jahn Duderstadt ging gegen Hameln erneut am Ende die Luft aus. Immerhin ein Punkt bleibt im Eichsfeld. © Schneemann
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Diese Kritik am eigenen Auftritt kommt auch aus der Mannschaft selbst: „In der Endphase eines Spiels machen wir noch zu viele Fehler. Wir agieren in dieser Phase teilweise zu naiv und unerfahren“, sagt etwa TV Jahn-Akteur Chris Osei-Bonsu. Auch beim 26:24-Derbysieg gegen die HSG Plesse-Hardenberg, dem letzten Zweier der Duderstädter, sei es in den Schlussminuten ebenfalls „richtig eng“ geworden. „Die vergangenen drei Spiele beschäftigen uns schon noch“, gesteht Osei-Bonsu ein. „Allerdings schauen wir nach vorne und hoffen, dass wir im nächsten Spiel etwas cleverer agieren.“

Gegen den HV Barsinghausen wird das bitter nötig sein. Denn „Basche“ hat in bislang vier Heimspielen erst eine einzige Niederlage hinnehmen müssen. Und zwar gegen Spitzenreiter Lehrter SV (17:23). Zuletzt gewann Barsinghausen vor eigenem Anhang mit 26:25 gegen die HF Helmstedt-Büddenstedt. Der Tabellenneunte hat derzeit nur zwei Punkte Rückstand auf den TV Jahn, könnte mit eine Sieg gleichziehen.

„Barsinghausen war bis jetzt immer ein unangenehmer und vor allem unberechenbarer Gegner“, sagt Osei-Bonsu. Bereits zu seiner Zeit bei der HG Rosdorf-Grone traf er mehrmals auf „Basche“. Er könne sich nicht an einen Auswärtssieg erinnern. „An einem guten Tag sind sie in der Lage, jeden Gegner zu ärgern.“ Dennoch unterstreicht Osei-Bonsu den Anspruch, mit dem der TV Jahn auch in die vergangenen Spiele gegangen ist: „Wir wollen gewinnen. Barsinghausen scheint zwar heimstark zu sein, allerdings sind sie nicht unbezwingbar.“

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Trainer Christian Caillat, der weiterhin auf Matija Junakovic verzichten muss, lenkt derweil den Blick auf die positiven Entwicklungen. „Wenn wir diese und letzte Saison vergleichen, sieht man, dass wir einen Sprung gemacht haben“, hält er fest. Neuzugang Kristijan Smiljcic füge sich mittlerweile immer besser in die Mannschaft ein. Til Winkler habe sich vom Außenspieler zu einer guten Alternative für den Rückraum entwickelt. Jannik Burgdorf sei diese Saison erneut „ein Stück besser“ geworden, wobei seine Entwicklung noch nicht am Ende sei.

Gleiches gelte für Justin Brand. Und Deni Skopic zeige trotz starker Belastung starke Leistungen am Kreis. „Die Ergebnisse sind zwar noch nicht optimal, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Meine Aufgabe als Trainer ist es, die Spieler individuell weiterzuentwickeln und die Mannschaft so insgesamt besser zu machen.“

Nun gehe es mit Barsinghausen gegen eine Mannschaft, die es gewohnt sei, gegen den Abstieg zu spielen, die wisse, dass zwei Punkte gegen einen Aufsteiger in eigener Halle enorm wichtig sind, so Caillat. „Es wird sicherlich ein interessantes Spiel. Wir werden sehen, ob wir etwas gelernt haben oder nicht.“

Von Filip Donth

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