28. Februar 2021 / 11:26 Uhr

Unentschieden gegen TG Nürtingen: HC Leipzig nahe am Sieg dran

Unentschieden gegen TG Nürtingen: HC Leipzig nahe am Sieg dran

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
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Gegen die Schwäbinnen der TG Nürtingen sprang für den HC Leipzig am Ende ein Punkt raus. © Christian Modla
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Die Handballerinnen des HC Leipzig kommen am Samstagabend nur zu einem 26:26-Remis im Heimspiel gegen die TG Nürtingen - ein Punkt der zwar die Niederlagenserie beendet, dennoch kein kompletter Umschwung ist.

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Leipzig. Die ultimative Trendwende war es noch nicht, aber ein Schritt in die positive Richtung für die HCL-Handballerinnen. Das Team von Cheftrainer Fabian Kunze erkämpfte am Samstagabend im vorgezogenen Zweitliga-Heimspiel in der Brüderhalle gegen die TG Nürtingen ein 26:26 (14:17)-Unentschieden. Aufbauendes Remis nach sechs Niederlagen am Stück. In der Tabelle bleiben die Leipzigerinnen nach 18 Spieltagen auf Platz acht (16:20 Punkte). Die Gäste aus der Nähe von Stuttgart verweilen auf Rang zehn (11:17/vier Spiele weniger). An der Tabellenspitze beißen sich die Füchse Berlin (31:5) fest, dahinter lauert Sachsen Zwickau (29:5).

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„Wir sind froh über diesen einen Punkt und können von einem Gewinn sprechen, denn wir waren nahe dran am Sieg“, konstatierte der 30 Jahre alte Coach. Stimmt, die HCL-Mädels spielten unter blau-gelber Fahne erfolgsorientiert, stellten sich aber – wie zuletzt zu oft gesehen – selbst ein Bein. Es fehle weiterhin an Selbstvertrauen und Konzentration, die benötigt werden, um in der zweiten Liga zu gewinnen. Nervös begann die tempogeladene Partie auf beiden Seiten. Nach neun Minuten führte der HCL mit 6:4 dank einer starken Julia Weise (21), am Ende mit neun Toren beste Werferin ihres Teams. Im Tor verdiente sich die 18-jährige Annabell Krüger erneut ein Lob und bestätigte ihre Einladung zum regionalen Lehrgang der Frauen-Nationalmannschaft.

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Gegen die TG Nürtingen sprang beim 26:26-Unentschieden am Ende nur ein Punkt für die Spielerinnen des HC Leipzig raus. Zur Galerie
Gegen die TG Nürtingen sprang beim 26:26-Unentschieden am Ende nur ein Punkt für die Spielerinnen des HC Leipzig raus. ©

Weiter so, schön wär’s. Denn mit zunehmender Spieldauer ließen neben der Tonqualität im Livestream bei Sportdeutschland.tv auch die Leistungen der von Jacqueline Hummel (29) geführten Truppe zu wünschen übrig. Die Kapitänin selbst hatte ebenso wie ihre Zwillingsschwester Stefanie nicht den gewohnten Zug zum Kasten drauf. Vor allem die wurfstarke Rückraumspielerin Laetitia Quist auf Gästeseite machte den HCL-Mädels das Leben schwer. Die 19-jährige Linkshänderin, die zehn Würfe auf ihrem Torekonto verbuchte, wechselt im Sommer von TG-Kooperationspartner TuS Metzingen zum Erstliga-Konkurrenten HSG Blomberg-Lippe.

Auch in Hälfte zwei blieb die Partie zerfahren. Knapp neun Minuten vor Schluss stand es 22:22. In dieser brenzligen Situation hielt die eingewechselte HCL-Torfrau Anna Kröber (19) einen Siebenmeter. Leipzig setzte nach und erhöhte auf 25:24. Doch der Fehlerteufel spielte einmal mehr mit. Mehr als das 26:26 sollte deshalb nicht herausspringen. Das nächste Mal volle Ausbeute? „Genauso sieht der Plan aus“, verspricht Jacqueline Hummel. Als nächster Gegner wartet am 6. März der HC Rödertal. Vorsicht ist beim Tabellen-13. geboten, denn die Bienen aus Sachsen zogen am Samstag bei den Füchsen nur knapp mit 26:27 den Kürzeren.

HCL-Tore: J. Weise 9, P. Uhlmann 6, St. Hummel 4, Lilli Röpcke 3, L. Majer 1/2, L. Seidel 1, J. Hummel 1, N. Reißberg 1.