19. September 2022 / 16:44 Uhr

"Unfassbar reizvolle Aufgabe für mich": Max Eberl erklärt Entscheidung für RB Leipzig

"Unfassbar reizvolle Aufgabe für mich": Max Eberl erklärt Entscheidung für RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Eberl erklärt seinen Wechsel zu RB Leipzig.
Max Eberl erklärt seinen Wechsel zu RB Leipzig. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Nach monatelangem Poker ist die Rückkehr von Max Eberl in die Bundesliga perfekt. Er wird Geschäftsführer Sport von RB Leipzig. Der 48-Jährige soll im Dezember offiziell vorgestellt werden, erklärte aber bereits seine Beweggründe für sein Engagement bei den Sachsen.

Max Eberl kehrt nach seinem freiwilligen Abschied in die Bundesliga zurück und wird Geschäftsführer Sport von RB Leipzig. Der Pokalsieger einigte sich mit Borussia Mönchengladbach nach längerem Poker auf den Wechsel. Eberl wird laut einer RB-Mitteilung vom Montag Mitglied der Geschäftsführung. Formell war ein Leipziger Sportchef in der Bundesliga-Struktur des Klubs noch nie so hoch angesiedelt. "Ich bin dankbar für die für mich notwendige Zeit der Erholung und fühle mich wieder bereit und voller Kraft, im Fußball arbeiten zu wollen. Ich komme zu einem Verein, der sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt hat, sehr ambitioniert ist und für eine klare Fußballphilosophie steht", erklärte Eberl sein Engagement bei RB.

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Sein Amt wird der 48-Jährige allerdings erst am 15. Dezember antreten. Eine Vertragslaufzeit wurde nicht genannt. Für die Verpflichtung von Eberl zahlt Leipzig eine Ablöse an dessen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach. Dem Vernehmen nach soll diese bei 2,5 Millionen Euro plus Boni liegen. Eberl war Ende Januar als Sportdirektor der Borussia zurückgetreten und hatte dafür gesundheitliche Gründe angegeben. Sein noch bis 2026 laufender Vertrag war allerdings nicht aufgelöst worden, sondern ruhte nur. Der 48-Jährige war weiterhin bei Gladbach angestellt, bezog allerdings kein Gehalt.

In Leipzig trifft er nun unter anderem auf Trainer Marco Rose, mit dem er schon in Gladbach zwei Jahre zusammenarbeitete. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Leipziger sind deutlich größer als bei der Borussia. Der Saisonstart ist RB jedoch missraten. In der Bundesliga steckt das Team tief im Mittelfeld fest, in der Champions League gingen die beiden ersten Gruppenspiele verloren. "Es herrscht hier ein riesiges Potenzial – im gesamten Klub und der gesamten Region", zeigt sich Eberl aber überzeugt vom Gesamtpaket des Vereins: "Dieses Potenzial zu nutzen und zu entwickeln, ist eine unfassbar reizvolle Aufgabe für mich."

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Zugleich nannte er die "vertrauensvollen Gespräche der letzten Wochen mit RB Leipzig um Oliver Mintzlaff" als erheblichen Faktor für seine Entscheidung zugunsten der Sachsen. Dabei habe er "Wertschätzung" empfunden – "auch dahingehend, dass der Klub meine Pause bis nach der WM respektiert". Das habe ihm "klargemacht, dass ich genau diese Aufgabe übernehmen möchte." Geschäftsführer Mintzlaff, der einen Eberl-Transfer immer als "1A-Lösung" ausgerufen hatte, freute sich, den vakanten Posten "mit unserem absoluten Wunschkandidaten besetzen" zu können.

Eberl hatte mehr als 13 Jahre das sportliche Sagen in Mönchengladbach. In dieser Zeit gelang Gladbach die Etablierung als regelmäßiger Europapokalteilnehmer. Eberls Ambitionen, in der Meisterschaft ein ernsthafter Herausforderer von Bayern München zu werden, ließen sich jedoch mit den Rahmenbedingungen in Gladbach nicht vereinbaren. Immer wieder verließen Leistungsträger den Verein. Als Nachfolger von Ex-Leipzig-Sportdirektor Markus Krösche, der vor über einem Jahr zu Eintracht Frankfurt gewechselt war, findet er in Leipzig nun andere Gegebenheiten vor.