09. Dezember 2020 / 22:17 Uhr

Ungeschlagen-Serie: Jetzt jagt der VfL Wolfsburg den nächsten Rekord

Ungeschlagen-Serie: Jetzt jagt der VfL Wolfsburg den nächsten Rekord

Benno Seelhöfer und Marcel Westermann
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bitte lächeln: Der VfL Wolfsburg jagt den nächsten Vereins-Rekord.
Bitte lächeln: Der VfL Wolfsburg jagt den nächsten Vereins-Rekord. © Roland Hermstein/DPA
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Seit zehn Spielen ist der VfL Wolfsburg ungeschlagen, am Freitag gegen Frankfurt könnte diese Serie ausgebaut werden. Damit würde der Fußball-Bundesligist den Vereins-Rekord einstellen.

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Den Start-Rekord gerade in der Tasche, da winkt dem VfL Wolfsburg am Freitag (20.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt auch schon die nächste Bestmarke: Seit zehn Spielen in der Fußball-Bundesliga ist die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nun ungeschlagen. Sollte das Team auch gegen die Hessen nicht verlieren, würde der VfL seinen Vereins-Rekord einstellen - erstmals aufgestellt in der Meister-Saison 2008/09 und zuletzt bestätigt in der Vizemeister- und Pokalsieger-Spielzeit 2014/15.

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Elf Partien am Stück ohne Pleite - dass den Wolfsburgern dieses Kunststück erstmals gelang, ist schon einige Jahre her: Ende Januar 2009 hatte der VfL den Grundstein dafür mit einem 1:1 in Köln gelegt. Es folgten zehn (!) Siege in Folge, ehe die Serie am 26. April durch ein 0:2 bei Energie Cottbus riss. Allerdings war der Ärger über die Pleite schnell verflogen: Fünf Spieltage später durfte die Mannschaft von Coach Felix Magath den Gewinn der deutschen Meisterschaft bejubeln.

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Eine so lange Zeit ohne Niederlage blieb der VfL dann erneut in der Spielzeit 2014/15. Mit Weltstar Kevin De Bruyne (jetzt Manchester City) im Kader hatten die Wolfsburger Ende November 2014 mit 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen und ließen anschließend sieben Siege und drei Unentschieden folgen, ehe es am 24. Spieltag eine 0:1-Niederlage beim FC Augsburg gab. Davon ließ sich das Team von Trainer Dieter Hecking aber nicht verunsichern, feierte am Saisonende die Vize-Meisterschaft und krönte die tolle Spielzeit mit dem Gewinn des DFB-Pokals.

Jetzt läuft es für die Wolfsburger wieder ziemlich gut: Vier Siege und sechs Remis stehen bei der Glasner-Truppe zu Buche. Am Freitag gegen Frankfurt könnte der VfL die Serie ausbauen und den Vereins-Rekord einstellen, sollte das Team gegen die Hessen nicht verlieren. "Ich wusste von dem Rekord nichts. Aber ich wiederhole mich, das ist natürlich eine Auszeichnung für das, was die Mannschaft in den letzten Wochen gezeigt hat", lobt Glasner. "Allerdings", so ergänzt er mit einem Schmunzeln, "es ist ist nicht so, dass ich ständig nachschaue, welche Rekorde wir als Nächstes brechen können".

Die Herangehensweise sei grundsätzlich immer dieselbe. "Wir wollen gewinnen, sehr wohl wissend, dass nun eine Mannschaft auf uns zukommt, die nur ein Saison-Spiel verloren hat - und das in München." Drei Heimsiege in Serie durften die Wolfsburger zuletzt bejubeln (2:1 gegen Bielefeld und Hoffenheim sowie 5:3 gegen Bremen), so viele hatte es für Glasner in Wolfsburg bisher noch nicht gegeben. Sollte ein weiterer Dreier hinzukommen, würde das Team nicht nur an der Spitzengruppe der Liga dranbleiben, sondern auch eine eine Leistung wiederholen, die lange nicht geglückt war: Vier Erfolge in der VW-Arena nacheinander hatte es in der Bundesliga für den VfL zuletzt Saison-übergreifend von Mai bis September 2015 gegeben.

Übrigens: Wie es sich anfühlt, eine lange Zeit ohne Niederlage zu bleiben, das weiß Glasner bestens. Bei seinem Ex-Klub, dem österreichischen Erstligisten Linzer ASK, sind ihm in der Saison 2018/19, also kurz vor seinem Wechsel zum VfL, 13 Partien in Folge ohne Pleite gelungen. "Das war sicherlich eine erfolgreiche Zeit, aber das wusste ich gar nicht mehr so genau", sagt Glasner schmunzelnd. "Allerdings ist das ist jetzt auch völlig unwichtig. Nur weil wir mal in Linz 13 Spiele nicht verloren haben haben, hilft uns das am Freitag nullkommanull..."