26. Oktober 2020 / 10:45 Uhr

Vierter Sieg im vierten Spiel: VfL Potsdam weiter auf Spitzenkurs (mit Galerie)

Vierter Sieg im vierten Spiel: VfL Potsdam weiter auf Spitzenkurs (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
VfL-Linkshänder Moritz Ende (r.) konnte Stiere-Torhüter Filip Dominik Hancic fünfmal überwinden.
VfL-Linkshänder Moritz Ende (r.) konnte Stiere-Torhüter Filip Dominik Hancic fünfmal überwinden. © Julius Frick
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Es war mühevoll, aber letztlich erfolgreich: Der Handball-Drittligist aus Potsdam hat zuhause gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin gewonnen - und sich damit nun ein wahres Top-Spiel gegen Empor Rostock erarbeitet. 

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Da waren es nur noch drei: Empor Rostock, Eintracht Hildesheim und der VfL Potsdam heißt das Trio, das nach vier Spielen in der 3. Handball-Liga Nord-Ost noch immer eine weiße Weste wahrt. Durch den hart erkämpften 33:29 (17:16)-Heimerfolg gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin erspielten sich die Adler am Sonntagnachmittag ein echtes Highlight. Am kommenden Wochenende gastiert der Spitzenreiter aus Rostock in der MBS-Arena, gegen den die Schützlinge von Trainer Daniel Deutsch eine Topleistung benötigen, um auch weiterhin zum elitären Kreis der ungeschlagenen Mannschaften zu gehören.

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Zuvor löste der VfL vor 150 Zuschauern – wegen steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie wurde die Zuschauerkapazität stark begrenzt – die unbequeme Aufgabe gegen die Stiere. Anders als in den bisherigen drei Partien strahlte der Gastgeber dabei aber kaum Souveränität aus. Bereits die ersten Momente einer unterhaltsamen, von Tempogegenstößen geprägten Begegnung waren vogelwild, schon nach zehn Minuten zappelte der Ball 15 Mal im Netz – die Führung wechselte dabei ständig.

In Bildern: Der VfL Potsdam besiegt die Mecklenburger Stiere Schwerin.

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Potsdamer Adler (rote Trikots) wahren in der 3. Handball-Liga Nord-Ost die weiße Weste und gewinnen gegen die Stiere mit 33:29 (17:16). Zur Galerie
Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Potsdamer Adler (rote Trikots) wahren in der 3. Handball-Liga Nord-Ost die weiße Weste und gewinnen gegen die Stiere mit 33:29 (17:16). © Julius Frick

Bei den Hausherren zeigte sich Linkshänder Karl Roosna mit vier erfolgreichen Würfen binnen sechs Minuten extrem treffsicher. Auch Eigengewächs Jardel Suana begeisterte erneut mit einer fehlerfreien Quote. Auf der anderen Seite bekam Torhüter Fabian Pellegrini kaum einen Ball zu fassen, erst kurz vor dem Seitenwechsel holte sich der Schweizer mit drei Paraden in Serie Selbstvertrauen und ließ seine Farben mit einem Tor Vorsprung die Seiten wechseln – 17:16.

Den zweiten Durchgang begannen die Potsdamer mit einem Wechsel auf der Position zwischen den Pfosten, Youngster Jan Jochens sollte es den Stieren noch schwerer machen. Dies gelang zunächst, beim Stand von 22:17 (38. Minute) zog Potsdam den Gästen bis auf fünf Tore davon. Die Landeshauptstädter Mecklenburg-Vorpommerns blieben aber auf Tuchfühlung, elf Minuten vor dem Ende war beim 24:26 aus Gäste-Sicht noch immer alles drin. Ein 4:0-Lauf der Potsdamer brach den Stieren aber endgültig das Genick – 30:24.

"Schlechte Phasen gut überstanden"

„Wir haben ein gutes Spiel absolviert, ich gehe zufrieden aber nicht glücklich aus der Halle“, erklärte Schwerins Trainer Norbert Henke nach den 60 Minuten, in denen es vom Unparteiischen-Duo Sebastian Fuß/Stefan Olsok bemerkenswerterweise nur eine Zwei-Minuten-Strafe für Potsdams David Cyrill Akakpo gab. VfL-Coach Daniel Deutsch war nach dem vierten Sieg im vierten Spiel gut gelaunt: „Das ist natürlich ein schönes Gefühl, mehr Punkte konnte man nicht holen. Wir haben heute auch ein, zwei schlechte Phasen gehabt, diese aber trotzdem gut überstanden und uns immer wieder Chancen erarbeitet.“

Gegen Rostock ist die zu überspringende Hürde noch mal höher, verstecken müssen sich die vom makellosen Start beflügelten Adler aber nicht. Wie viele Fans dabei sein dürfen, bleibt abzuwarten.

VfL Potsdam: Pellegrini, Jochens – Jacques, Struck, Simic (2), Schwarz (1), Münchberger (3/1), Spengler (3), Flödl (3), Ende (5), Rebelo (2), Suana (3), Urios Gonzalez (1), Roosna (4), Schwark (6).