23. April 2021 / 14:16 Uhr

Ungewohnt unaufgeregt: RB Leipzigs Stadionsprecher Thoelke auf hoher See  

Ungewohnt unaufgeregt: RB Leipzigs Stadionsprecher Thoelke auf hoher See  

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
So kennen und lieben die RB-Fans Stadionsprecher Tim Thoelke.
So kennen und lieben die RB-Fans Stadionsprecher Tim Thoelke. © Imago/motivio
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Tim Thoelke ist Entertainer vor ausverkauften und leeren Rängen in der Red-Bull-Arena. RB Leipzigs Stadionsprecher geht bekanntlich auch andere Wege. Unlängst hat der 49-Jährige sein erstes Soloalbum veröffentlicht und zeigt darauf eine ganz andere, ruhige Seite. 

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Leipzig. Er ist RB Leipzigs Showman mit der vermeintlich lautesten Stimme in der Messestadt: Stadionsprecher Tim Thoelke. Der 49-Jährige ist ein Allround-Talent, als Autor, Moderator und DJ auf kleineren und größeren Bühnen unterwegs. Nun erobert Thoelke den Musikmarkt. Gemeinsam mit Tim Gressler hat er Anfang April sein Debütalbum „Böse See“ veröffentlicht. Der Wahlleipziger ist nicht nur ein Freund des sächsischen Festlands, sondern auch der rauen See.

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Und es zeigt sich, dass Thoelke abseits des Fußballfeldes auch unaufgeregt kann. Seine sonore und beruhigende Stimme trägt den Hörer mit uralten und durchaus blutigen Geschichten und düsterem Seemannsgarn übers Meer. Der friesische Instrumentalist Gressler begleitet ihn dabei. Das Duo machte das Projekt bei einem Auswärtsspiel der Roten Bullen in einer Leipziger Kneipe dingfest. Sein Namensvetter sei nach dem Auftritt der Nagelsmann-Elf direkt nach Hause gefahren und habe sofort mit der Komposition für den ersten Song begonnen, erinnert sich Thoelke.

Die eigentliche Idee war emotional getrieben – und entfaltete sich während eines Estland-Aufenthalts. Bei einem Sturm habe Thoelke auf die See geschaut. „Dieses Schauspiel wollte ich in einer klassischen Balladenform, also in einem erzählenden Gedicht festhalten, um damit das Zeitlos-Mystische daran zu beschreiben“, erklärt der Ostseeliebhaber. 22 Monate tüftelte der Künstler an den Texten. „Die Idee lag nahe, das Geschriebene zu vertonen“, so der Musikexperte. So entstanden acht faszinierende Musikstücke. Auf die Ohren gibt es: Geschichten über Verrat, Mord und Liebe.