30. September 2021 / 20:34 Uhr

Ungleiches Duell: Lok Leipzig bei gebeutelten Meuselwitzern zu Gast

Ungleiches Duell: Lok Leipzig bei gebeutelten Meuselwitzern zu Gast

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Lok Leipzigs Präsident Thomas Löwe
Lok Leipzigs Präsident Thomas Löwe geht davon aus, dass die Zuschauerzahl steigen wird, wenn das Team weiter so Ergebnisse abliefert wie gegen TeBe Berlin und Germania Halberstadt. © Christian Modla
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Wenn Lok bei Meuselwitz gastiert, treffen die Leipziger auf einen formschwachen ZFC. Die Probstheidaer gelten entsprechend als Favorit, zumal die Meuselwitzer die letzten beiden direkten Duelle verloren hatten.

Leipzig. Nachholspiele, ein enger Terminplan und ein aufgrund weniger Partien zweistelliger Tabellenplatz: Kurzfristig sah es so aus, als würde dem 1. FC Lok Leipzig ein ungemütlicher Herbst bevorstehen. Doch die Mannschaft von Almedin Civa belehrte Skeptiker eines Besseren, holte in der vergangenen englischen Woche sieben Zähler und klettert so kontinuierlich nach oben.

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Ausschlaggebend dafür ist unter anderem die wiederentdeckte Heimstärke. Im Bruno-Plache-Stadion fegten die Probstheidaer zunächst TeBe Berlin 4:0 vom Platz, eine halbe Woche später schickten die Leipziger Germania Halberstadt mit dem selben Ergebnis auf die Rückreise. „Es ist eine schöne Woche gewesen. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen, das Publikum war absolut begeistert. Ich denke, wenn die Mannschaft so weiterspielt, kommen auch wieder mehr ins Bruno“, blickt Präsident Thomas Löwe optimistisch in de Zukunft.

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Ein Grund dafür werden sicherlich zwei Erfolgskomponenten sein. Auf der einen Seite Keeper Jan-Ole Sievers, der in neun Partien bereits sechs Mal die Null halten konnte, auf der anderen Seite Loks Toptorschütze Djamal Ziane, der nach auskurierter Verletzung wieder nach Belieben trifft. Alle 48 Minuten schießt der gebürtige Leipziger diese Saison ein Tor – seine sechste Saisonbude soll am Freitag beim ZFC Meuselwitz hinzukommen.

Lok gewann letzten beiden Duelle

Auf dem Papier scheint dies realistisch. Noch ist Lok auswärts ohne Niederlage, die Formkurve zeigt steil nach oben. Außerdem haben die Zipsendorfer weitaus weniger positives zu berichten. Der Tabellenachtzehnte hat die letzten drei Partien verloren, zudem sollen Anhänger gegen den Berliner AK mit rassistischen Affenlauten auffällig geworden sein. Da kommen die spielfreudigen Leipziger zur Unzeit in die bluechip-Arena.

Die letzten beiden direkten Duelle konnte Lok für sich entscheiden – und waren durchaus historisch. Sowohl im Februar 2020 (4:2) als auch im Oktober (1:0) waren die Partien die letzten der Saison, es folgten jeweils Lockdown und coronabedingter Saisonabbruch.