13. März 2022 / 15:43 Uhr

Unglückliche Derby-Niederlage für Phönix Wildau

Unglückliche Derby-Niederlage für Phönix Wildau

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
Phönix-Akteur Hamza Hijazi (l.) behauptet sich im Zweikampf gegen Marius Bieda vom BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow. 
Phönix-Akteur Hamza Hijazi (l.) behauptet sich im Zweikampf gegen Marius Bieda vom BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow. © Oliver Schwandt
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Landesliga Süd: Die Gastgeber müssen sich dem BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow nach einer guten Leistung am Ende mit 1:2 geschlagen geben.

Fußball-Landesligist BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow gewann das Derby bei der SG Phönix Wildau vor 50 Zuschauern mit 2:1 und untermauerte damit als Tabellendritter (38 Punkte) seine Ambitionen, doch noch den Aufstieg in die Brandenburgliga zu schaffen. Die Wildauer verlieren einen Tabellenrang und rutschen auf den 14. Platz (14). Gästecoach Mirko Schult äußerte sich nach der Partie zur Spielweise und einen möglichen Aufstieg: „Ja, aber wir machen auch noch zu leichte Fehler.“ Gemeint war die Gelb-Rote Karte für Andre Blazynski in der 40. Minute.

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Co-Trainer Toni Born, der bei den Wildauern für den verhinderten Michael Werner an der Linie stand, meinte nach dem Spiel: „Meine Mannschaft hat heute alles gegeben. Sie hat gegen einen starken Gegner diszipliniert gespielt und die Vorgaben weitestgehend umgesetzt. Durch das späte Gegentor haben wir ein wenig unglücklich verloren.“

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Die Hausherren begannen sehr defensiv, zogen sich bei Angriffen des Gegners komplett vor den eigenen Strafraum zurück und ließen so der gefährlichen Sturmreihe um Dustin Kögler und Norman Guski wenig Platz zur Entfaltung. Auf der anderen Seite versuchten die Wildauer, mit schnellen Gegenstößen für Gefahr zu sorgen. Diese brachten eine Ecke von der rechten Seite für die Heimmannschaft ein. Zuerst konnte die Hintermannschaft des BSC einen Abschlussversuch von Maurice Duhme am langen Pfosten noch abwehren, beim Nachschuss von Ole Seppelt aus 20 Metern, der das Tor rechts oben knapp verfehlte, wäre sie machtlos gewesen.

Das Phönix-Team beruhigte das Spiel oftmals und rannte gegen jeden Angriffsversuch der Gäste an. Die Preußen blieben jedoch ruhig, wussten um ihre individuellen Stärken und warteten geduldig auf den richtigen Zeitpunkt. Es war ein wenig wie Fußballschach, jeder wartete auf den nächsten Zug des Gegners.

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Der kam für die Gäste in der 33. Spielminute. Eine Flanke aus dem halbrechten Mittelfeld in den Strafraum konnte SG-Torwart Michael Braun nur nach vorne abwehren, wo Kögler am schnellsten reagierte und ins rechte obere Toreck einschoss. In der 40. Spielminute zeigte Schiedsrichter Carsten Fox dem Gästespieler Blazynski wegen unsportlichen Betragens die Gelbe Karte und weil er danach das Meckern immer noch nicht lassen konnte, schickte er ihn mit Gelb-Rot vom Platz.

Nach dem Wechsel versuchten die Wildauer, nun auch mehr für ihr Angriffsspiel zu tun. Erfolg brachten diese Bemühungen schon kurz nach der Pause. Nach einer Flanke von der halbrechten Seite und der Kopfballverlängerung von Ronny Brendel nahm Duhme das Leder auf, ging noch einige Meter in den Strafraum und schob an Torwart Maxi-milian Möller vorbei ins rechte untere Toreck zum 1:1 (53.). Die Hausherren versuchten, weiter Druck zu machen, doch die gefährlicheren Aktionen hatten die Gäste.

Guski köpft den Siegtreffer für den BSC

Nach einer Stunde ging Marvin Westenberger auf der rechten Seite durch, seinen Querpass im Strafraum verwertete Kögler, doch Braun im Wildauer Tor konnte mit guter Reaktion noch abwehren. Rund 120 Sekunden später hielt Braun einen Abschluss von Guski nach Ecke von der rechten Seite.

Trotz Unterzahl blieben die Blankenfelder in ihrer Spielweise abgeklärt und münzten dies in der 79. Minute auch in die erneute Führung um. Nach einer Freistoßflanke aus dem halblinken Mittelfeld verlängerte Guski den Ball mit dem Kopf unhaltbar ins Tor. Phönix rannte noch einmal an, warf alles nach vorne und hatte bei einem Kopfballabschluss von Duhme auch die große Ausgleichsmöglichkeit (82.). Die Schult-Truppe verteidigte ihr Tor bis zum Spielende clever und ließ nichts mehr zu. Vier Minuten vor dem Spielende köpfte Kögler auf Flanke von Justin Jakob sogar noch einen dritten Treffer, den der Schiedsrichter aber wegen einer Abseitsstellung zurücknahm. Das engagierte Anrennen der Wildauer auf den Ausgleich war am Ende vergebens.

Wildau: Braun, Kalmuczak (84. Karwinkel), Babinowsky (64. Speiler), Hijazi (57. Bolduan), Goltz, Müller, Seppelt, Brendel, Ganowsky, Duhme (84. Berrospi Leon).

Blankenfelde-Mahlow: Möller, Soine, Bieda (75. Spannuth), Kögler, Habler (90+1. Belz), Bas (46. Dohmann), Blazynski, Westenberger (70. Jokisch), Evans, Guski, Jakob.

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