10. April 2022 / 19:35 Uhr

Unglückliche Niederlage besiegelt den Enzer Fehlstart

Unglückliche Niederlage besiegelt den Enzer Fehlstart

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Elfmeter: Christian Harms (rechts) geht zu hart gegen Markus Menschin zu Werk. © Jörg Bressem
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In der Fußball-Bezirksliga hat der TuS SW Enzen auch das zweite Spiel in der Abstiegsrunde verloren. Doch dieses Mal fehlten nur Kleinigkeiten.

Fehlstart für den TuS SW Enzen in die Abstiegsrunde der Bezirksliga. Auch der Heimauftakt gegen den FC Ambergau-Volkersheim ging mit 1:3 verloren. Das mag teilweise unglücklich gelaufen sein, das war aber auch nicht gänzlich unverdient. „Uns fehlte nicht viel, uns fehlten Kleinigkeiten“, analysierte Enzens Trainer Fabian Stapel völlig zutreffend.

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Zufall hilft

Die Mängel waren marginal, und zwar beim letzten Pass und bei der oft resultierenden fehlenden Torgefahr. Von der waren in der ersten Halbzeit allerdings auch die Gäste aus dem Harzer Vorland betroffen. Vor den Toren spielte sich wenig ab. Dass Ambergau-Volkersheim trotzdem mit einer 1:0-Führung in die Kabine ging, war reiner Zufall.

Daniel Guder war in der 14. Minute bei einem Eckball schneller zur Stelle als seine Bewacher, schob den Ball aus fünf Metern zum 1:0 der Gäste über die Linie. Der TuS SW Enzen hatte das ganz schlecht verteidigt, machte aber nach der Pause endlich vorne mehr Dampf. Doch oft waren die letzten Pässe zu ungenau und oft hatte es der FC Ambergau-Volkersheim einfach, die Aktionen mit robustem Einsatz zu unterbinden.

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Dass die Gäste zudem schon in der Hälfte des TuS SW Enzen anliefen, störte den Aufbau der Stapel-Truppe ganz erheblich. Trotzdem hätte es für die Platzherren zumindest zu einem Punkt reichen müssen, als Kevin Wöbbeking in der 72. Minute einen Foulelfmeter mit etwas Glück zum 1:1-Ausgleich im Tor unterbrachte. Christian Harms war an der Fünfmetermarke überhart und zu unvorsichtig gegen Markus Mensching eingestiegen, deshalb war der Strafstoß durchaus vertretbar.

Doch das Spiel der Gäste blieb auch danach eine Spur reifer, ruhiger und auch fehlerfreier als das des TuS SW Enzen. Rene Grubner kam in der 78. Minute unvermittelt an den Ball und traf fast von der Seitenlinie aus mit einem extrem glücklichen Fernschuss, der ganz hinten und ganz oben ins Tor der der Gastgeber segelte.

Als der bewegliche Jan Laumann in der 80. Minute dann auch noch mit einem Heber auf 3:1 für den FC Ambergau-Volkersheim erhöhte, war der Widerstand des TuS SW Enzen endgültig gebrochen. „Unser Sieg war glücklich“, bestätigte Gästetrainer Fabian Bodenstedt.

TuS SW Enzen: Späth, Blume, Schölzel, Kolb (85. Schwalm), Faul, Engelhardt, Gottwald, Mensching, Wöbbeking, Zeckel (42. Heinz), Köpper (46. Gottschalk).