25. März 2022 / 11:15 Uhr

Ungünstige Umstände ausblenden und schnellstmöglich punkten

Ungünstige Umstände ausblenden und schnellstmöglich punkten

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Fabian Gerstung und der MTV Groß Lafferde treten auswärts bei der HSG Oha an.
Fabian Gerstung und der MTV Groß Lafferde treten auswärts bei der HSG Oha an. © Isabell Massel
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Duell zweier Tabellennachbarn: Am Sonntag ist der MTV Groß Lafferde in der Handball-Verbandsliga bei der HSG Oha zu Gast und will so schnell wie möglich punkten. Durch ihre derzeit anders genutzte Halle müssen die Lafferder aktuell von Woche zu Woche schauen und versuchen, die „ungünstigen Umstände“ auszublenden.

Drei coronabedingte Spielausfälle binnen kurzer Zeit mussten Groß Lafferdes auf Platz acht liegende Verbandsliga-Handballer zuletzt wegstecken. Die Vorbereitung auf die kommende Auswärtsbegegnung beim Tabellennachbarn HSG Oha wurde zudem aus einem anderen Grund gestört. Denn weil die Sporthalle am Lafferder Busch für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen eingerichtet wurde, müssen sich die MTV-Spieler fürs Training auf „Wanderschaft“ begeben.

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HSG Oha – MTV Groß Lafferde (Sonntag, 17 Uhr). „Im Moment läuft alles provisorisch ab. Montag trainierte unsere Verbandsliga-Mannschaft in der Peiner Silberkamp-Halle, am anderen Trainingstag in Woltwiesche. Wir denken von Woche zu Woche“, berichtet MTV-Handball-Abteilungsleiter Steffen Slabon, der Verständnis für die Sperrung der Lafferder Halle seitens des Landkreises Peine hat. Davon betroffen sind auch die übrigen Handball-Teams des Vereins. Doch auch sie fanden Hilfe. „Viele andere Sportvereine aus dem Kreis stellten uns Hallenzeiten zur Verfügung. Das ist ein feiner Zug.“

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Stand jetzt wird das Verbandsliga-Team die Heimspiele in der Woltwiescher Sporthalle absolvieren. Erster Einsatz dort wäre am 30. April. „Doch einen wirklichen Heimvorteil haben wir in Woltwiesche nicht. Deshalb könnte es sehr eng werden, wenn wir uns im Saisonendspurt noch im Abstiegskampf befinden“, warnt Slabon, der daher auf die nahe Zukunft setzt. „Wir müssen die ungünstigen Umstände ausblenden und möglichst schnell noch sechs Punkte einsammeln. Damit wären wir dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen.“

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Aktuell sieht Steffen Slabon die Trauben jedoch hoch hängen, weiß er um die Heimstärke der HSG Oha, der er Torgefahr von allen Positionen und große Variabilität im Angriff bescheinigt. „Und im Tor hat die Mannschaft mit Niklas Berger einen echten Hochkaräter, den man auf keinen Fall ins Spiel kommen lassen darf.“

Die Frage, ob die Partie angesichts der derzeit hohen Corona-Ansteckungsgefahr tatsächlich stattfindet, vermag Slabon nicht zu beantworten. Den weiteren Saisonverlauf in der Staffel ebenso wenig. „Vergangenes Wochenende fand lediglich ein einziges Spiel statt, der Rest wurde abgesagt. Es wird von Woche zu Woche schwieriger Ausweichtermine zu finden.“

Feststeht hingegen, dass der MTV für die Auswärtsfahrt am Sonntag nach langer Pause einen Reisebus einsetzen wird. Darin sind noch einige Plätze für Fans frei. Interessierte können sich bei Dennis Bühn unter der Rufnummer 0162 911 79 60 melden. Treffpunkt ist am Groß Lafferder Wasserturm am Sonntag um 14.15 Uhr.

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