31. August 2019 / 20:30 Uhr

Union Berlin steht Kopf! Drittliga-Leihgabe Marius Bülter zerlegt den BVB

Union Berlin steht Kopf! Drittliga-Leihgabe Marius Bülter zerlegt den BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Matchwinner! Marius Bülter schoss Union Berlin zum Sieg gegen den BVB
Matchwinner! Marius Bülter schoss Union Berlin zum Sieg gegen den BVB © imago images / Beautiful Sports
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Union Berlin hat den ersten Bundesliga-Sieg seiner Vereinsgeschichte eingefahren - gegen den Titelaspiranten Borussia Dortmund! Dem vom Drittligisten 1. FC Magdeburg ausgeliehenen Marius Bülter gelang gegen den BVB ein Doppelpack.

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Borussia Dortmund hat den ersten schweren Dämpfer in der noch jungen Saison erlitten. Der Titelaspirant verlor bei Aufsteiger Union Berlin 1:3 (1:1) und reiht sich in der Tabelle vorerst auf dem fünften Platz ein - ein Punkt hinter dem Erzrivalen FC Bayern, der am Samstag 6:1 gegen Mainz 05 gewann, und drei Zähler hinter dem bereits am Freitag bei Borussia Mönchengladbach siegreichen Spitzenreiter RB Leipzig. Held der Köpenicker, die den ersten Bundesliga-Sieg ihrer Vereinsgeschichte einfuhren, war der bisher wohl nur Experten bekannte Marius Bülter. Der vom Drittligisten 1. FC Magdeburg ausgeliehene Angreifer erzielte einen Doppelpack (22. und 50.). Sebastian Andersson schoss den dritten Union-Treffer (75.). Zwischenzeitlich war Paco Alcacer für den BVB das 1:1 gelungen (25.).

Borussia Dortmund in der Einzelkritik: Die Noten zum Spiel bei Union Berlin.

Der Vizemeister wusste hingegen deutlich weniger zu überzeugen - dementsprechend fallen auch die Noten aus. Zur Galerie
Der Vizemeister wusste hingegen deutlich weniger zu überzeugen - dementsprechend fallen auch die Noten aus. ©

Statt die Tabellenführung vom neuen Primus Leipzig, der die Unioner zum Ligastart 4:0 in Berlin bezwungen hatte, zurückzuerobern, müssen die Dortmunder die Länderspielpause zur Analyse nutzen. Das war zu wenig. Trotz klarer Ballbesitzüberlegenheit und auch guten Chancen hatten sie die Unioner nicht im Griff. Favre hatte nicht ohne Grund vor den Eisernen gewarnt. Allein mit dem Fehlen der verletzten Axel Witsel und Thorgan Hazard dürfte diese Niederlage jedenfalls nicht zu erklären sein.

Dortmund diktierte zunächst das Spiel, konnte sich phasenweise die Bälle auch nach Belieben zuspielen. Doch just in einer dieser Dortmunder Ballbesitz-Perioden schlugen die Berliner von Trainer Urs Fischer zu. Wie aus dem Nichts per Konter über Anthony Ujah, dessen Torschuss noch zur Ecke geklärt wurde. Die kam flach in den Strafraum des BVB, wo Bülter ebenfalls flach zur Führung der Gastgeber traf. Die Alte Försterei - zu 80 Prozent in Rot - bebte. Der gelbe Dortmunder Fanblock hatte Pause. Zum dritten Mal im dritten Spiel in dieser Saison war der BVB in Rückstand geraten.

In Bildern: Union Berlin in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Borussia Dortmund.

Der 1. FC Union Berlin hat gegen Borussia Dortmund komplett überzeugt. Für den SPORTBUZZER hat Reporter Ronny Müller die Noten zusammengestellt. Zur Galerie
Der 1. FC Union Berlin hat gegen Borussia Dortmund komplett überzeugt. Für den SPORTBUZZER hat Reporter Ronny Müller die Noten zusammengestellt. © Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Dabei hatten die BVB-Profis ihre Anhänger zuvor mit einer Reihe von Topchancen bei Toplaune gehalten. Immer wieder angetrieben von Nationalspieler Julian Brandt, der nach seinem Wechsel von Leverkusen nach Dortmund erstmals in der Startformation stand: In der fünften Minute legte Brandt auf Alcacer, der Spanier verpasste aber die Hereingabe. Nach einem Foul am 23 Jahre alten Brandt traf Kapitän Marco Reus per Freistoß nur das Außennetz (14.).

Danach legte Reus auf Sancho auf - vorbei (18.). Reus eigener Versuch wenig später (20.) ging deutlich drüber. Stattdessen bejubelte Union sein erstes Bundesliga-Tor vor heimischer Kulisse, nachdem Bülter in der sechsten Minute und der ehemalige Borusse Neven Subotic in der zehnten mit ihren Kopfballversuchen keinen Erfolg gehabt hatten. Eines wurde deutlich: Nach der Klatsche gegen Leipzig ließen sich die Berliner von den nicht minder schnellen Dortmundern nicht überrumpeln, selbst wenn die Gäste nur drei Minuten nach dem Rückstand ausglichen. Über Reus und Sancho landete der Ball bei Goalgetter Alcacer.

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Auch danach lief der Ball oft und auch lang durch die Dortmunder Reihen, sie vergaben auch noch weitere Chancen. Berlin blieb aber stets gefährlich. Die Frage war, wie lange würden die Hausherren mit soviel Aufwand dagegenhalten können. Die Antwort gab Union fünf Minuten nach dem Seitenwechsel. Einen Schuss von Andersson ließ Roman Bürki im Dortmunder Tor nach vorn abprallen, und wieder war Bülter zur Stelle. Und nun? Der BVB spielte weiter wie zuvor. Die Durchschlagskraft fehlte, der ultimative Wille scheinbar auch. Anders bei den Eisernen, die mit nun vier Punkten aus den ersten drei Partien und in dieser Verfassung auch anderen Favoriten noch einen unangenehmen Fußballtag bereiten dürften.

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