05. Januar 2022 / 16:52 Uhr

Union Berlin: Dominique Heintz optimistisch - Becker mit Positiv-Test

Union Berlin: Dominique Heintz optimistisch - Becker mit Positiv-Test

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
<b>Abwehr:</b> Dominique Heintz (33)
Abwehr: Dominique Heintz (33) © imago images/Matthias Koch
Anzeige

Der vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg verpflichtete Innenverteidiger hofft beim Ligarivalen Union Berlin auf fußballerisch bessere Zeiten – in der Heimat ist er sozial engagiert.

Hinter Dominique Heintz liegt ein Seuchenjahr, oder besser: ein halbes Seuchenjahr. Gerade mal 28 Bundesliga-Minuten sammelte der Fußballprofi in den ersten 17 Saisonspielen für den SC Freiburg. Zu wenig für einen gestandenen Innenverteidiger wie Heintz. „Das war nicht einfach für mich“, sagte der Winterneuzugang des 1. FC Union Berlin in einer Presserunde am Mittwoch über die jüngste Freiburger Zeit – zumal die Degradierung überraschend gekommen sei.

Anzeige

Wenig überraschend war indes die Konsequenz, die der unzufriedene Heintz Ende Dezember zog: Er löste seinen Vertrag im Südbadischen auf und setzte seine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier. Künftig will der 28-Jährige mit Union erfolgreich sein – und bei seinem neuen Verein auch gleich Verantwortung übernehmen. „Ich bin ein Spieler, der die Verantwortung braucht“, sagt er mit einem Selbstbewusstsein, das sich aus insgesamt 181 Bundesligaspielen speist.

Heintz erhält Rückennummer 33

Der gebürtige Pfälzer, dessen Herz noch immer für seinen langjährigen Jugendverein 1. FC Kaiserslautern schlägt, weiß, worauf er sich bei Union einlässt. Mit Trainer Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert habe er gute Gespräche geführt, „es passt alles gut bis jetzt.“ Heintz, der über einen guten linken Fuß und ein sauberes Aufbauspiel verfügt, muss sich bei Union einem harten Konkurrenzkampf stellen, auch das weiß er. „Ich warte auf meine Chance und freue mich, wenn es so weit ist.“

Mit Timo Baumgartl und Paul Jaeckel wird sich Heintz, der bei Union die Rückennummer 33 erhalten wird, wohl einen eisernen Kampf um den linken Platz in der Berliner Dreier-Abwehrkette liefern müssen. Robin Knoche und Marvin Friedrich gelten als gesetzt. „Das kann mal passieren, dass man außen vor ist“, sagt Heintz gelassen, dem Fischer in einem Vier-Augen-Gespräch seine Chancen und Möglichkeiten mitgeteilt hat. Es gehe jetzt darum, „alles schnell zu lernen, das ist die Hauptaufgabe.“

Anzeige

Klar scheint: Wenn der bis zur A-Jugend im Sturm spielende Heintz (Vorbild: Miroslav Klose) sein volles Potenzial abruft, könnte er bald schon zu einer festen Berliner Abwehrgröße heranreifen. Denn Heintz ist auch geholt worden, um Unions mäßiges Aufbauspiel aus der eigenen Abwehr heraus anzukurbeln. „Da will ich der Mannschaft ein Stück weit weiterhelfen“, sagt Heintz.

In puncto Erfahrung ist er seinen Mitkonkurrenten ohnehin voraus. Baumgartl kommt auf 99 Bundesligaspiele, Jaeckel gerade mal auf zehn. Nur sammelten beide zuletzt eben wesentlich mehr Spielpraxis als Heintz, der dessen ungeachtet ein gesundes Selbstvertrauen mit ins Stadion An der Alten Försterei bringt. Er habe grundsätzlich ein gutes Gefühl, sagt Heintz über den Wechsel zu Union, zu einem „absoluten Traditionsverein“, wie er stolz erwähnt. „Der Tapetenwechsel tut mir sehr gut.“

Mehr zu Union Berlin

Heintz tut auch anderen gut. In seinem Heimatort Kirrweiler, wo er die ersten Schritte als Fußballer ging, ist er vielfältig sozial engagiert. Einen Hockeyplatz hat Heintz mitfinanziert und Benefizspiele für krebskranke Kinder mit Sänger und Kumpel Pietro Lombardi initiiert. „Ich bin sehr heimatverbunden“, erklärt Heintz. Nun ist er so weit von zu Hause weg wie noch nie in seiner Karriere. Heimweh soll aber keines aufkommen. „Zu Hause in der Pfalz freuen sich alle, Berlin kennen zu lernen“, erzählt Heintz mit einem Schmunzeln. Noch mehr dürften sich Familie und Freunde freuen, wenn ihr Liebling dann auch endlich wieder auf dem Platz steht.

Sheraldo Becker positiv getestet

Union muss zum Rückrundenstart in der Bundesliga auf die Dienste von Sheraldo Becker verzichten. Der 26 Jahre alte Stürmer wurde positiv auf eine Corona-Infektion getestet, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Becker befinde sich in häuslicher Isolation und es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Die weiteren Tests der ersten Mannschaft ergaben keine weitere Auffälligkeiten. Becker ist damit neben Pawel Wszolek der einzige Spieler der Unioner, der sich derzeit in häuslicher Quarantäne befindet. Vor zwei Tagen hatte sich der zuvor infizierte Rani Khedira freigetestet. Union muss am Samstag bei Bayer Leverkusen auflaufen (15.30 Uhr/Sky).

[Anzeige] Erlebe das Deutschland-Spiel gegen Costa Rica live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.