24. Oktober 2020 / 15:33 Uhr

Union Berlin: Fans mit Topfdeckeln gegen Gesangsverbot

Union Berlin: Fans mit Topfdeckeln gegen Gesangsverbot

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Fans des 1. FC Union Berlin machen Stimmung gegen den SC Freiburg.
Die Fans des 1. FC Union Berlin machen Stimmung gegen den SC Freiburg. © David Joram
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Nachdem das Hygienekonzept verschärft und Gesänge verboten wurden, haben sich die Anhänger von Union Berlin im Heimspiel gegen den SC Freiburg eine Alternative gesucht, um ihre Spieler zu unterstützen.

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"Ich finde es schön, dass Zuschauer im Stadion sein dürfen", sagte Unions Trainer Urs Fischer vor dem Heimspiel des Berliner Bundesligisten gegen den SC Freiburg. Angesichts rasant steigender Infektionszahlen gab es für die Zulassung von 4500 Fans aus verschiedenen Richtungen Kritik. Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hatte die Union-Anhänger sogar aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

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Voraussetzung, dass Fans zugelassen wurden, war ein angepasstes Hygienekonzept Unions. Es sah eine verschärfte Maskenpflicht vor - die Zuschauer mussten ihren Infektionsschutz, anders als bei den vorherigen Heimspielen, auch auf ihren zugewiesenen Plätzen aufbehalten - und eine Unterlassung von Fangesängen. An letzteres hielten sich die Berliner Fans kurz vor dem Anstoß konsequent.

In Bildern: Das ist die Aufstellung des 1. FC Union Berlin gegen den SC Freiburg.

<b>Torwart:</b> Andreas Luthe (1) Zur Galerie
Torwart: Andreas Luthe (1) ©

Vereinzelt tröteten sie, schlugen auf laute Trommeln und klatschten gemeinsam rhythmisch zur Mannschaftsaufstellung, die Stadionsprecher Christian Arbeit verlas. Ein Besucher auf der Haupttribüne donnerte eifrig zwei Topfdeckel gegeneinander. Insgesamt wirkten die Fans ganz und gar nicht gewillt, gegen die Vorlagen zu verstoßen. "Das ist krass. Das ist wirklich krass", lobte Arbeit und dankte den Anhängern für deren Verständnis. Anders als noch beim Testspiel gegen Hannover hatte der Klub die Fans hinlänglich über deren Rechte und Pflichten informiert.