15. Januar 2021 / 22:45 Uhr

Union Berlin in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen

Union Berlin in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Hinein ins Glück: Unions Cedric Teuchert (l.) trifft zum 1:0 gegen Bayers Torwart Lukas Hradecky.
Hinein ins Glück: Unions Cedric Teuchert (l.) trifft zum 1:0 gegen Bayers Torwart Lukas Hradecky. © (c) dpa-Pool
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Der Berliner Fußball-Bundesligist gewinnt erstmals gegen Bayer 04 Leverkusen – Joker Cedric Teuchert trifft kurz vor Schluss.

Ein kleines Feuerwerk zünden die Fußballfans des 1. FC Union Berlin gerne mal, wenn ihr Team in der Bundesliga antritt. Auch gegen den Tabellendritten Bayer Leverkusen schickten sie ihren Lieblingen einen lauten wie farbenfrohen Gruß. Ein bisschen Mut sollte das den Unionern auf dem Platz machen, für die Leverkusen zumindest ein kleiner Angstgegner war. Dreimal – inklusive DFB-Pokal – hatte Union in der vergangenen Saison gegen Bayer 04 verloren. Am Freitagabend fand diese Serie jedoch ihr Ende.

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1:0 (0:0) siegten die Berliner etwas glücklich gegen spielstärkere Leverkusener, der goldene Torschütze hieß Cedric Teuchert, der seine Farben in der 88. Minute zum Sieg schoss. Für den Sportbuzzer hat David Joram die Berliner Spieler nach 90 intensiven Minuten benotet.

Union Berlin in Noten: Die Einzelkritik zum 1:0 gegen Bayer 04 Leverkusen

Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Union Berlin in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Union Berlin in der Einzelkritik. ©

Den besseren Start hatten am Freitagabend die Gäste erwischt, die das Spiel früh an sich zogen und den Berlinern wenig Raum zur Entfaltung gaben. Bayer gab den Takt vor, Union lief meist hinterher – und ließ sich teils vorführen. Vor allem Christopher Lenz hatte gegen den schnellen Leon Bailey wenig zu bestellen, einmal ließ er sich vom Leverkusener an der Eckfahne gar tunneln.

Einziges Manko der dominanten Gäste blieb, dass sie den Ball zu selten gefährlich aufs Berliner Tor brachten. Aus fast 70 Prozent Ballbesitz und acht Torschüssen resultierte zur Pause keine Führung. Stattdessen hätten die Berliner mit der besten Chance des ersten Durchgangs eigentlich das 1:0 erzielen müssen. Nach einem Eckball von Kapitän Christopher Trimmel köpfte Innenverteidiger Marvin Friedrich den Ball aber haarscharf links am Torpfosten vorbei (15.).

Nach 20 Minuten sank der in dieser Saison so starke Sheraldo Becker ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Zwar versuchte es Becker nochmal, doch nach 24 Minuten musste er humpelnd den Platz verlassen, Cedric Teuchert ersetzte ihn.

Der Becker-Ersatz musste wie Sturmpartner Taiwo Awoniyi viel nach hinten arbeiten – erst in der 50. Minute durfte er seine Offensivqualitäten zeigen: Nach einem Querpass Grischa Prömels tauchte er frei vor Bayers Torwart Lukas Hradecky auf, traf aber nur den rechten Innenpfosten. Kurz darauf war Teuchert erneut im Pech, als er den Ball neben das Tor schoss.Erst in der 88. Minute machte er es besser. Nach einem Traumpass von Lenz eilte er allein auf Hradecky zu und setzte den Ball mit etwas Glück ins Tor. Wenig später war Schluss – und Union um eine Sensation reicher.