01. November 2020 / 14:33 Uhr

Union Berlin in Hoffenheim: Mit neuem Personal gegen schlechte Erinnerungen

Union Berlin in Hoffenheim: Mit neuem Personal gegen schlechte Erinnerungen

dpa
Union-Trainer Urs Fischer steht an der Seitenlinie immer unter Strom.
Union-Trainer Urs Fischer steht an der Seitenlinie immer unter Strom. © Andreas Gora/dpa
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Die Arena von Sinsheim hat Union nicht in bester Erinnerung. Beim einzigen Auftritt bei 1899 Hoffenheim setzte es im Juni eine 0:4-Pleite. Das soll sich nach dem ordentlichen Saisonstart nicht wiederholen. Die Voraussetzungen haben sich geändert.

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Die Erinnerungen sind gruselig, doch die Eisernen aus Berlin-Köpenick setzen auf neue Qualitäten. Ohne Frage hat der 1. FC Union in der Startphase der neuen Saison eine weitere spielerische Entwicklung bewiesen, die soll nun am Montag (20.30 Uhr/DAZN) bei 1899 Hoffenheim wieder zu zählbarem Erfolg führen. Das Selbstvertrauen ist nach vier Begegnungen ohne Niederlage in Serie gewachsen. "Wir müssen viele richtige Entscheidungen treffen und unserer Linie treu bleiben", erklärte Union-Trainer Urs Fischer vor der Partie, die den 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga beschließt.

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Allerdings gehört Hoffenheim nicht zu den Lieblingsgegnern. In der Vorsaison war die TSG die einzige Bundesliga-Mannschaft, gegen die Union keinen Treffer zustande brachte. In Köpenick setzte es eine 0:2-Niederlage, in Sinsheim gab es am vorletzten Spieltag der Vorsaison am 20. Juni eine 0:4-Pleite. "Das Spiel ist eine Weile her. Wir hatten die Liga gehalten. Dass da ein gewisser Druckabfall entstand, war logisch", erinnerte sich Fischer.

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Dennoch sind die Eisernen wieder Außenseiter, auch wenn die TSG nach den Auftaktsiegen beim 1. FC Köln (3:2) und Champions-League-Sieger Bayern München (4:1) in der Liga drei Mal in Serie nacheinander nicht gewinnen konnte. In der Liga-Tabelle liegt Hoffenheim (7) einen Punkt vor Union (6). Auf europäischer Bühne gelang dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß in dieser Woche beim belgischen Vertreter KAA Gent ein klares 4:1. "Hoffenheim ist gut unterwegs. Das letzte Spiel in der Europa League hat gezeigt, dass die Mannschaft über viele Qualitäten verfügt", bemerkte Fischer: "Wir müssen kompakt stehen und dürfen Hoffenheim nicht so viel Raum zugestehen."

Das Gesicht des Union-Teams hat sich seitdem stark verändert. Mit Torwart Andreas Luthe, den Verteidigern Robin Knoche und Christopher Lenz, Mittelfeldmann Christian Gentner sowie den Offensivspielern Sheraldo Becker, Max Kruse, Marius Bülter und Joel Pohjanpalo stehen am Montag vermutlich acht Akteure in der Startelf, die bei der jüngsten 0:4-Abreibung nicht auf dem Rasen beziehungsweise noch gar nicht unter Vertrag gestanden hatten.

Startelf auf einigen Positionen umbauen

Möglicherweise muss Coach Fischer seine Startelf auf einigen Positionen umbauen. Hinter dem Einsatz von Abwehrmann und Kapitän Christopher Trimmel sowie Offensivkicker Marcus Ingvartsen (beide muskuläre Probleme) steht ein Fragezeichen. Ersatztorwart Loris Karius (Hexenschuss), Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Mittelfeldmann Grischa Prömel (muskuläre Probleme) und Angreifer Anthony Ujah (anhaltende Knieprobleme) sind weiter angeschlagen.