06. Oktober 2021 / 11:43 Uhr

Union Berlin identifiziert Täter nach Antisemitismus-Vorfall: Bundesweites Stadionverbot und Klubausschluss

Union Berlin identifiziert Täter nach Antisemitismus-Vorfall: Bundesweites Stadionverbot und Klubausschluss

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union-Präsident Dirk Zingler hat die antisemitischen Vorfälle beim Spiel gegen Haifa erneut verurteilt.
Union-Präsident Dirk Zingler hat die antisemitischen Vorfälle beim Spiel gegen Haifa erneut verurteilt. © IMAGO/Matthias Koch (Montage)
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Union Berlin hat einen ersten Täter des antisemitischen Angriffs auf Fans von Maccabi Haifa ausfindig gemacht und Konsequenzen gezogen. Klub-Präsident Zingler dankte in dem Zusammenhang solidarisierenden Fans. 

Nach den antisemitischen Vorfällen während des Conference-League-Spiels gegen Maccabi Haifa (3:0) hat Union Berlin nach eigenen Angaben einen ersten Angreifer aus den Reihen der eigenen Fans identifizieren können und unter Bezug auf die eigene Vereinssatzung den Vereinsausschluss der betreffenden Person eingeleitet.

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"Zudem wurde der identifizierten Person mit sofortiger Wirkung und unbefristet ein Hausverbot für alle Räumlichkeiten und ein Zutrittsverbot für alle Veranstaltungen des Vereins und seiner Gesellschaften erteilt. Ein bundesweites Stadionverbot für den Täter ist seitens des 1. FC Union Berlin beim DFB angemeldet worden", heißt es in einer Mitteilung des Bundesliga-Klubs, der zudem bestätigte, dass es im Block 14 im Oberring des Olympiastadions zu einem antisemitischen Angriff auf eine Gruppe deutscher Fans von Maccabi Haifa gekommen sei.

Union-Präsident Dirk Zingler stellte in dem Zusammenhang klar: "Für Diskriminierung gibt es beim 1. FC Union Berlin keinerlei Toleranz. Wir haben daher alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen eingeleitet, um diese Person aus unseren Reihen zu entfernen. Alle uns vorliegenden Informationen haben wir darüber hinaus an das ermittelnde Landeskriminalamt übermittelt." Er dankte zudem "den Unionern, die sich am Abend des Spiels mit den Angegriffenen solidarisiert haben und unseren Fanklubs für die deutliche Positionierung."