15. Februar 2020 / 17:46 Uhr

Union Berlin mit später Niederlage gegen Bayer Leverkusen

Union Berlin mit später Niederlage gegen Bayer Leverkusen

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Nach umkämpften 90 Minuten verließen die Leverkusener um Star Kai Havertz (r.) als Sieger den Platz im Stadion an der Alten Försterei
Nach umkämpften 90 Minuten verließen die Leverkusener um Star Kai Havertz (r.) als Sieger den Platz im Stadion an der Alten Försterei © dpa
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Der Berliner Bundesligist unterliegt nach starker kämpferischer Leistung der Mannschaft von Peter Bosz.

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Bayer Leverkusen hat seinen Höhenflug in der Fußball-Bundesliga mit viel Mühe fortgesetzt und hält nach einem Last-Minute-Treffer den Anschluss zu den Spitzenteams. Beim 1. FC Union Berlin setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz nach langem Kampf noch recht schmeichelhaft mit 3:2 (1:1) durch und feierte am Samstag den fünften Erfolg in den vergangenen sechs Liga-Begegnungen. Der Aufwärtstrend der tapferen Unioner wurde mit der fünften Heimniederlage in dieser Saison hingegen zunächst wieder gestoppt.

Routinier Christian Gentner (7. Minute) und Marius Bülter (87.) trafen für Union. Für die Gäste waren Nationalspieler Kai Havertz (22.), Moussa Diaby (83.) und Karim Bellarabi (90.+4) am 22. Spieltag erfolgreich und drehten das Spiel in der turbulenten Schlussphase noch. Bereits am 4. März empfängt Leverkusen die Berliner im Viertelfinale des DFB-Pokals zum nächsten Duell.

Union Berlin in Noten: Die Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen.

<b>Tor:</b> Rafael Gikiewicz (1) Zur Galerie
Tor: Rafael Gikiewicz (1) © Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Angetrieben von den lautstarken Fans im mit 22 012 Zuschauern erneut ausverkauften Stadion An der Alten Försterei startete Union aggressiv und mit viel Druck. Nachdem die erste Großchance von Sebastian Andersson (3.) noch ungenutzt blieb, machte es Gentner mit einem Distanzschuss besser. Bayer-Keeper Lukas Hradecky war bei dem wuchtigen Versuch aus 18 Metern in den Winkel chancenlos. Schon in den Anfangsminuten hatte Berlin mehr Möglichkeiten als im gesamten Hinspiel, das mit 2:0 verdient an Leverkusen gegangen war.

Die Gäste schienen eine Woche nach ihrem 4:3-Erfolg gegen Borussia Dortmund durchaus überrascht vom Offensivdrang der Eisernen. Nach dem Erreichen des Pokal-Viertelfinals und dem Sieg am vergangenen Spieltag bei Werder Bremen (2:0) hatte Trainer Urs Fischer das Team nur auf einer Position verändert. Vizekapitän Marvin Friedrich kehrte nach verbüßter Gelbsperre in den Abwehrverbund zurück. Dieser wirkte erstmals richtig anfällig, als sich Havertz gegen Neven Subotic durchsetzte und den Ball zum Ausgleich ins Tor spitzelte. Kurz vor der Pause hatte Andersson noch die Möglichkeit zum 2:1 für Berlin.

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Bosz setzte nach der Halbzeit den genesenen Charles Aranguiz ein, der aufgrund einer Wadenverletzung zuvor in der Rückrunde noch nicht zum Einsatz gekommen war. Spielerisch blieben Höhepunkte zwar rar und die Begegnungen wurde immer zerfahrener. Dafür sorgten Leverkusens Fans für Ärger. Mehrfach wurde im Gästeblock Pyrotechnik abgebrannt und sogar Raketen in Richtung des Spielfeldes abgefeuert. Schiedsrichter Harm Osmers schickte beide Teams zwischenzeitlich knapp drei Minuten vom Rasen, die Begegnung war mehrfach unterbrochen.

Zwar hatten die Berliner in der Schlussphase klare Vorteile beim Ballbesitz, gerieten aber trotzdem in Rückstand. Bülter sorgte in den hitzigen und hektischen Minuten kurz vor dem Ende erneut für den Ausgleich. Bellarabi setzte in der Nachspielzeit den umjubelten Schlusspunkt.

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