18. August 2019 / 17:00 Uhr

Das Fußballmärchen von Unions Marius Bülter wird wahr

Das Fußballmärchen von Unions Marius Bülter wird wahr

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Union Berlins Neuzugang Marius Bülter (r.) lässt Kevin Vasquez von Celta Vigo aussteigen.
Marius Bülter (r.) kam über Magdeburg nach Berlin. © Imago
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Bundesliga: Marius Bülter schafft es in 15 Monaten von der Regionalliga in die Bundesliga. Bei der Premiere von Union Berlin gegen RB Leipzig steht der 26-Jährige in der Startelf.

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So romantisch kann der Fußball sein: Innerhalb von 15 Monaten hat Marius Bülter den Sprung vom studierenden Amateurfußballer zum Bundesliga-Profi geschafft. Am Sonntagabend steht der 26-Jährige in der Startelf von Union Berlin gegen RB Leipzig. "Es ist der Traum eines jeden Fußballers, in der Bundesliga auflaufen zu dürfen", sagte Bülter. "Diesen Schritt im Trikot von Union machen zu können, ist etwas Besonderes."

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Durchbruch beim 1. FC Magdeburg

Am 13. Mai 2018 spielte Marius Bülter noch in der Regionalliga West für den SV Rödinghausen. Beim 4:0 gegen den SC Verl erzielte der Flügelspieler drei Tore. Insgesamt kam er in der vorvergangenen Spielzeit auf 20 Tore in 30 Spielen. Mit dieser Empfehlung wechselte er 2018 zum Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg.

Auch an der Elbe setzte sich Bülter mit vier Toren und vier Vorlagen in 32 Spielen durch. So gewann Union Berlin Gefallen an dem athletischen Außenbahnspieler, der nie ein Nachwuchsleistungszentrum von innen gesehen hat und damit so etwas wie ein Exot in der Bundesliga ist.

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Trotz des Abstieges aus der 2. Bundesliga wollte Magdeburg Bülter nur ungern abgeben. Nach einem längeren Transfer-Hickhack gab es jedoch einen Kompromiss. Bülter ist zunächst für ein Jahr nach Köpenick ausgeliehen. Union hat jedoch eine Kaufoption.

Schnelle Anpassung beim 1. FC Union Berlin

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Nach einem 0:0 im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin erstmals in seiner Geschichte den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. © dpa

Im Training bei Union musste sich Bülter zunächst anpassen. "Das eine ganz andere Qualität als ich es kannte." Doch der Kicker, der ein Maschinenbau-Studium abgeschlossen hat, weiß, was von ihm erwartet wird: "Als neuer Spieler muss man 110 Prozent geben und darf sich keine Pause nehmen." Mit dieser Einstellung hat sich Bülter trotz hochkarätiger Konkurrenz in die Startelf gekämpft. "Hätte mir das jemand vor 15 Monaten gesagt, hätte ich geantwortet: Das wird niemals passieren." Doch der Fußball schreibt immer wieder besondere Geschichten.