18. September 2022 / 17:22 Uhr

Union Berlin verteidigt Tabellenführung bei Baumgartl-Comeback – Kovac bei Wolfsburg zunehmend unter Druck

Union Berlin verteidigt Tabellenführung bei Baumgartl-Comeback – Kovac bei Wolfsburg zunehmend unter Druck

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union Berlin setzte sich wieder an die Spitze. Wolfsburg rutscht zunehmend in die Krise.
Union Berlin setzte sich wieder an die Spitze. Wolfsburg rutscht zunehmend in die Krise. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Union Berlin hat nach der Pleite in der Europa League die Rückkehr in den Bundesliga-Alltag erfolgreich gemeistert und die Tabellenführung verteidigt. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer setzte sich am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg durch und schoss die Niedersachsen tiefer in die Krise.

Union Berlin hat seine Tabellenführung am 7. Spieltag der Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die "Köpenicker" festigten mit dem 2:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag den Platz an der Sonne und verschärften zugleich die Krise der gastierenden Niedersachsen. Jordan Siebatcheu erzielte per Kopf die Führung für die Berliner (55.), Sheraldo Becker sorgte für die Entscheidung (77.). Der Sieg bugsiert das Team von Trainer Urs Fischer im Tableau wieder an Borussia Dortmund vorbei, das am Samstag mit dem Derbysieg gegen Schalke vorlegte. Zwei Punkte vor dem BVB ist Union wie vor dem Spieltag Erster. Bei Wolfsburg dürften die Diskussionen um Chefcoach Niko Kovac weiter zunehmen. Der VfL ist nun mit fünf Punkten Vorletzter.

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Ein emotionales Comeback gab Timo Baumgartl. Der Verteidiger gehörte etwas mehr als vier Monate nach dem Bekanntwerden seiner Hodenkrebserkrankung wieder zur Anfangsformation von Trainer Urs Fischer. Schon am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Köln war Baumgartl in den Kader zurückgekehrt, war aber nicht zum Einsatz gekommen. Zudem rotierten Kapitän Christopher Trimmel und Niko Gießelmann in die Startelf. Wolfsburg-Trainer Niko Kovac ließ das gleiche Personal wie beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche beginnen.

Union begann drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League gegen Sporting Braga druckvoll – die Tabellenspitze fest im Visier. Die obligatorische Abtastphase übersprangen die "Eisernen", kamen schon nach 42 Sekunden zur ersten hochkarätigen Möglichkeit. Janik Haberer scheiterte mit einer Direktabnahme aber an "Wölfe"-Keeper Koen Casteels (1.). In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel. Im Fokus dabei: Die Abwehrreihen beider Klubs. Zwingende Torraumszenen blieben im ersten Durchgang Mangelware, das Spielgeschehen lief überwiegend zwischen den Sechzehnmeterräumen ab. So ging es schließlich auch torlos in die Kabinen.

Durchgang zwei eröffneten die Hausherren abermals mit einer vielversprechenden Offensivaktion. Siebatcheu war es diesmal, der knapp am Tor vorbeizielte (47.). Diesmal blieben die Berliner aber dran: Ein langer Schlag von Baumgartl landete bei Sheraldo Becker, dessen Abschluss über das Tor der Niedersachsen flog (50.). Der nächste nennenswerte Angriff sollte dann die folgerichtige Führung bringen: Becker bediente Siebatcheu mustergültig, der den Kopf hinhielt und zum 1:0 einnickte (55.). In der 62. Minute war der Arbeitstag für Comebacker Baumgartl dann beendet. Nach einer ordentlichen Vorstellung machte er unter großem Beifall Platz für Paul Jaeckel (62.).

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Die kriselnden Wolfsburger, die zuletzt durch Unruhen um den aussortierten Max Kruse begleitet wurden, sträubten sich in der Schlussphase gegen die drohende vierte Liga-Pleite in der aktuellen Saison. Das Abwehrbollwerk von Union blieb jedoch stabil, die zündende Idee im Angriffsdrittel fehlte dem VfL merklich. Ein Tempogegenstoß der Berliner brachte dann die Entscheidung. Becker vollendete nach einem Zuspiel von Paul Seguin zum 2:0 (77.) Die Fischer-Elf den Erfolg letztlich souverän über die Ziellinie.

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