14. August 2019 / 15:57 Uhr

Union Berlins Grischa Prömel bedankt sich bei RB Leipzigs Coach Nagelsmann

Union Berlins Grischa Prömel bedankt sich bei RB Leipzigs Coach Nagelsmann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Sonntag zeigt sich, ob Grischa Prömel gegen seinen Ex-Trainer Julian Nagelsmann erneut Grund zum Jubeln hat.
Am Sonntag zeigt sich, ob Grischa Prömel gegen seinen Ex-Trainer Julian Nagelsmann erneut Grund zum Jubeln hat. © Imago
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Der Berliner Mittelfeld-Star und Leipzigs Trainer kennen sich gut. Prömel hat Nagelsmann nämlich einiges zu verdanken.

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Berlin. Vielleicht fallen sie sich um den Hals, vielleicht gibt es ein Schulterklopfen, vielleicht belassen sie aber es am 18. August nur bei einen freundschaftlichen Shakehand. Union-Mittelfeld-Star Grischa Prömel und RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann kennen sich gut. „Ein bisschen quatschen werden wir aber auf alle Fälle“, glaubt Prömel, „denn“, so sagt der Berliner und meint weiter, „Julian Nagelsmann habe ich viel zu verdanken. Er hat mich von Stuttgart nach Hoffenheim geholt und sofort sind wir mit der U19 unter Nagelsmanns Regie deutscher Meister geworden.“

Derartige Erlebnisse verbinden, aber wohl nur bis zum Anpfiff des ersten Bundesliga-Spiels in der „Alten Försterei“. Der blonde Grischa gibt zu: „Wir sind alle sehr heiß auf die Bundesliga. Die Euphorie ist riesig. Mich muss niemand motivieren. Ich freue mich unheimlich auf mein erstes Bundesligaspiel.“ Selbst wenn Nagelsmann bei Leipzig an der Seitenlinie steht, bleibt Grischa hart: „Ich wünsche Nagelsmann viel Erfolg in Leipzig, aber die drei Punkte bleiben hier.“

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21.09.2014: Erstmals treffen RB und die Köpenicker aufeinander. Gespielt wird an der Altern Försterei. Die Union-Fans protestieren gewandet in schwarze Müllsäcke gegen das Konstrukt RB Leipzig. Zur Galerie
21.09.2014: Erstmals treffen RB und die Köpenicker aufeinander. Gespielt wird an der Altern Försterei. Die Union-Fans protestieren gewandet in schwarze Müllsäcke gegen das Konstrukt RB Leipzig. ©
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Esslingen, Stuttgart, Hoffenheim, Karlsruhe

Mit der Bundesliga eröffnet sich für den 24-Jährigen eine neue Welt. Dabei stieg Grischa bei Olympia 2016 schon ziemlich hoch in den Fußball-Himmel auf, als ihm als einzigem Zweitliga-Spieler mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille umgehängt wurde. Im Finale gegen Brasilien stoppte er auch den millionenschweren Superstar Neymar. „Olympia waren natürlich große Momente und Erlebnisse, von denen ich noch meinen Kindern erzählen werde. Aber die Bundesliga ist jetzt wieder eine neue, ganz andere Herausforderung“, gibt Grischa zu. Der Fußballprofi begann in seiner Heimatstadt beim RSV Esslingen. Dort spielte auch Vater Roland und die Brüder Paul (26) und Lasse (22). Grischa wollte nicht zum Training.

„Ich spielte lieber auf Bolzplätzen. Erst als mir mein Vater ein Fahrrad versprach, meldete ich mich im Verein an“, erinnert sich der Profi. Ein Segen, den Eisernen würde sonst wohl ein Topspieler fehlen. Grischa trieb in den ersten Jahren seiner Karriere den Ball ausschließlich in der schwäbischen Heimat über den Rasen. Er steckte in den Trikots von Esslingen und den Stuttgarter Kickers, ehe er mit 18 Jahren erst nach Hoffenheim und später zum Karlsruher SC wechselte. „Ich musste nicht lange überlegen, als mir vor zwei Jahren von Union ein Vertrag angeboten wurde. Union ist einmalig in Deutschland. Wenn ich zu Hause bin, fragen mich die Leute nach Union. Der Verein ist auch durch seine unglaublichen Fans anerkannt“, berichtet uns Abiturient Prömel.

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Kleiner Ford

Wie zahlreiche seiner Landsleute hat sich der Schwabe in den vergangenen Jahren an der Spree bestens eingelebt. „Berlin ist eine unglaubliche Stadt. Auf der einen Straßenseite lockt ein Theater und wenn du auf die andere Seite wechselst, kannst du ein Rockkonzert genießen. Für uns junge Menschen ist das toll.“ So sieht das offensichtlich auch Freundin Majlena, die, so oft es ihr Studium erlaubt, zu Grischa nach Berlin reist.

Übrigens hält Prömel nichts von Statussymbolen. Wenn er nach dem Training in das Auto steigt, um in seine Wohnung nach Berlin-Schöneweise zu brummen, muss man nicht vor einem Ferrari oder Porsche zur Seite springen. „Ich will schell von A nach B, da muss ich keinen riesigen Schlitten haben. Ich fahre einen kleinen Ford, den mir meine Oma zum 18. Geburtstag geschenkt hat und da war er auch nicht mehr neu“, sagt Grischa. So einer wie er passt haargenau zu den Wuhlheidern mit ihrem eisernen Image. Manfred Hönel

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