27. Juli 2020 / 10:03 Uhr

Union Berlins zweites Bundesliga-Jahr: Vorbereitung mit Fragezeichen

Union Berlins zweites Bundesliga-Jahr: Vorbereitung mit Fragezeichen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marius Bülter (r.) jubelt nach seinem Treffer gegen Borussia Dortmund mit Christopher Trimmel.
Marius Bülter (r.) jubelt nach seinem Treffer gegen Borussia Dortmund mit Christopher Trimmel. © Maja Hitij/Getty Images
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Am Montag beginnt die Saison-Vorbereitung von Union Berlin mit einem Corona-Test, ehe drei Tage später auch wieder trainiert wird. Vor dem Saisonstart Mitte September gibt es noch offene Fragen zu klären.

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Christopher Trimmel ahnt schon, was den 1. FC Union Berlin im zweiten Jahr in der Fußball-Bundesliga erwartet. "Ich gehe davon aus, dass die Saison noch schwerer wird. Es wird keine Mannschaft mehr geben, die uns minimal unterschätzt", sagte der Kapitän der Eisernen bereits vor der Sommerpause. Nach Platz elf zur Premiere im Oberhaus heißt das Ziel für die Köpenicker nun erneut Klassenerhalt. Die schwere Mission startet am Montag mit dem ersten von zwei Corona-Tests, ehe ab Donnerstag wieder trainiert wird.

In Sebastian Griesbeck (1. FC Heidenheim), Niko Gießelmann (Fortuna Düsseldorf) und dem erst am Samstag vom japanischen Meister Yokohama Marinos ausgeliehenen Nationalspieler Keita Endo hat Union schon drei neue Spieler im Kader. Weitere müssen folgen. Nach dem Abgang von Stammkeeper Rafal Gikiewicz (zum FC Augsburg) gibt es vor allem im Tor noch eine Vakanz. Ob Trainer Urs Fischer außerdem schon bald den ehemaligen Nationalspieler Max Kruse oder den Ex-Wolfsburger Robin Knoche begrüßen kann, bleibt offen. Prominente Namen sollen auf der Union-Wunschliste stehen, Einigungen gibt es bislang aber nicht.

In Bildern: Das sind die Zu- und Abgänge von Union Berlin zur Saison 2020/21.

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Publikumslieblinge wie Gikiewicz, Michael Parensen (Karriereende) und Sebastian Polter (Ziel unbekannt) spielen künftig nicht mehr für die Berliner. Der zu Beginn der Vorsaison so wichtige Heimvorteil im Stadion An der Alten Försterei wird in Corona-Zeiten weiter fehlen. Zwar hat der Club mit einem Plan für viel Aufsehen gesorgt, schon am ersten Spieltag wieder in einer vollen Arena spielen zu wollen. Doch das dürfte nicht passieren, selbst wenn Union sogar bereit ist, die Kosten der Corona-Tests für alle 22 012 Karteninhaber zu übernehmen.

"Unser Stadionerlebnis funktioniert nicht mit Abstand, und wenn wir nicht singen und schreien dürfen, dann ist es nicht Union", hatte Club-Präsident Dirk Zingler gesagt. "Uns geht es darum, den Menschen den Fußball zurückzugeben." Doch bis es im vollen Stadion soweit ist, wird es wohl noch länger dauern. Der Liga-Auftakt erfolgt am 18. September, schon eine Woche eher geht es im DFB-Pokal wieder los: die Eisernen werden beim Zweitligisten Karlsruher SC antreten, ergab die Auslosung am Sonntagabend in der ARD-Sportschau.

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In der Vorbereitung findet das erste Training am Donnerstag nach dem zweiten notwendigen Corona-Test einen Tag zuvor noch am heimischen Stadion statt. Danach geht es ins brandenburgische Bad Saarow, wo vier Tage lang intensiv trainiert wird. Das zweite Trainingslager steigt nicht wie zunächst vorgesehen in Österreich, sondern vom 17. bis 25. August im bayerischen Bad Wörishofen. Die sonst so gepflegte Nähe zu den Fans kann es aufgrund der aktuellen Pandemie nicht geben. Das Team muss sich weitestgehend abschotten.

In Corona-Zeiten bleibt vieles vage. Das betrifft sowohl die Verpflichtung weiterer Profis als auch die Testspielgegner in der Vorbereitung. Diese stehen noch nicht fest und könnten erst recht kurzfristig verkündet werden, teilte Union mit. Da die Vorbereitung zudem in drei Bundesländern stattfindet, gelten beim Training auch noch verschiedene Infektionsschutzverordnungen.