28. Februar 2021 / 13:42 Uhr

Union-Kicker Joshua Putze über Fußballtennis-WM: „Das ist kein Jux-Wettkampf“

Union-Kicker Joshua Putze über Fußballtennis-WM: „Das ist kein Jux-Wettkampf“

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Joshua Putze spielt seit 2019 für Fürstenwalde und bejubelt hier den Landespokalsieg voriges Jahr gegen den SV Babelsberg 03.
Joshua Putze spielt seit 2019 für Fürstenwalde und bejubelt hier den Landespokalsieg voriges Jahr gegen den SV Babelsberg 03. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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Fürstenwalde-Kicker Joshua Putze spricht über die Mission Titelverteidigung bei der inoffiziellen Fußballtennis-WM in Rüdersdorf .

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Joshua Putze hat seine Fußball-Laufbahn bei der SG Glienick im Landkreis Teltow-Fläming begonnen und später für den FC Energie Cottbus, den BFC Dynamo und die Sportfreunde Lotte gespielt. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler absolvierte unter anderem ein Zweitligaspiel, 37 Partien in der dritten Liga und lief 137-mal in der vierthöchsten deutschen Spielklasse auf. Derzeit steht er beim Regionalligisten FSV Union Fürstenwalde unter Vertrag und will am 3. Juli in Rüdersdorf mit seinem Teampartner und Vereinskollegen Darryl Geurts seinen Titel als inoffizieller Fußballtennis-Weltmeister verteidigen. Im SPORTBUZZER-Interview spricht er über den Reiz der Kombination aus Tennis und Fußball, die Anfänge mit „Ball über die Schnur“ und die derzeitige Situation beim FSV Union.

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Herr Putze, alles Gute für die Titelverteidigung, aber so schwer kann Ball über die Schnur nicht sein – auch wenn es deutlich professioneller herüberkommt als früher.

Joshua Putze: Das sagen Sie mal nicht. Ich finde, Fußballtennis ist ein anspruchsvoller Sport, bei dem man gut seine Technik in vielen Bereichen verfeinern kann, davon kann man dann auch beim normalen Spiel profitieren. Es haben ja nicht umsonst so viele Teams mit exzellenten Kickern gemeldet.

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Was macht denn den Reiz aus?

Vor allem die technische Komponente, die sehr wichtig ist – gerade bei der Ballannahme. Darüber hinaus ist auch manch technische Raffinesse gefragt, wenn man den Ball so über das Netz befördern will, dass der Gegner seine Probleme bekommt.

Also ist es kein Spaßwettkampf, bei dem man ein bisschen Sport treibt, aber die Geselligkeit im Vordergrund steht?

Nein, so ist das nicht. Natürlich steht der Spaß im Vordergrund, aber als Sportler will man alle Wettkämpfe gewinnen, an denen man teilnimmt, und sich mit guten Spielern messen. Und bei guter Konkurrenz packt einen ja automatisch der Ehrgeiz, gewinnen zu wollen. Das ist also kein Jux-Wettkampf.

Wie hat Ihre Fußballtennis-Laufbahn begonnen?

Relativ bescheiden: Im Training spielen wir es beim FSV Union öfter, ansonsten ab und an mal mit Freunden in der Freizeit. Ich glaube, dass erste Mal habe ich Fußballtennis bei Energie Cottbus in der Jugend gespielt, aber da natürlich noch nicht mit so viel Zug. Das ging tatsächlich eher in Richtung Ball über die Schnur.

Und jetzt sind Sie gemeinsam mit Ihrem Partner Darryl Geurts inoffizieller Weltmeister.

So gesehen ist es optimal gelaufen, denn die Premiere der Fußballtennis-WM in Rüdersdorf war tatsächlich das erste Turnier, woran wir teilgenommen haben. Darryl hatte damals davon gelesen und kam auf die Idee, uns dort anzumelden.

Athletik gefragt: Joshua Putze gewann bei der Premiere der inoffiziellen Fußballtennis-WM den Titel. Er bildet ein Team mit Darryl Geurts.
Athletik gefragt: Joshua Putze gewann bei der Premiere der inoffiziellen Fußballtennis-WM den Titel. Er bildet ein Team mit Darryl Geurts. © Melanie Apolina

Üben sie oft zusammen?

Naja, wir trainieren ja automatisch zusammen als Teamkollegen, aber ab und an haben wir uns getroffen und ein bisschen Fußballtennis gespielt, um uns zu verbessern – das ist ja klar. Im Training wird meistens gelost, wer mit wem in einem Team spielt, da hatten wir noch nicht so oft das Glück, zusammen spielen zu dürfen.

Wie sieht Ihre Strategie auf dem Spielfeld aus?

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Eine wirkliche Taktik haben wir nicht. Da wir beide über relativ gute Angriffsschläge verfügen, teilt sich das gut auf. Obwohl ich gestehen muss, dass Darryls Angriffsschläge vielleicht einen minimalen Tick besser sind.

Wissen Sie, wo Fußballtennis nach vielen Überlieferungen zuerst gespielt wurde?

Puh, da muss ich leider passen, da bin ich überfragt.

In Tschechien vor rund 100 Jahren. Zurück zur Gegenwart: Wie ist aktuell die Situation beim FSV Union?

Wir dürfen mittlerweile glücklicherweise wieder trainieren und ich denke, alle sind froh über ein Stück Normalität auf unsere persönliche Situation bezogen. Und wir alle hoffen natürlich, dass die Saison noch einmal weitergehen wird, wenn es denn möglich sein sollte. Im Sommer steht auf jeden Fall die WM auf dem Programm, wir freuen uns darauf.

Tagesaktuelle Infos sowie Tipps zur Anmeldung gibt es auf der Veranstaltungs-Facebookseite des Initiators Marko Siebenwirth oder unter www.fußballtennis-wm.de.