11. April 2021 / 16:31 Uhr

Union-Manager Ruhnert zerlegt DFB-Direktor Bierhoff: "Hat überhaupt keine Ahnung"

Union-Manager Ruhnert zerlegt DFB-Direktor Bierhoff: "Hat überhaupt keine Ahnung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union-Berlin-Manager Oliver Ruhnert hat DFB-Direktor Oliver Bierhoff für dessen Arbeit scharf kritisiert.
Union-Berlin-Manager Oliver Ruhnert hat DFB-Direktor Oliver Bierhoff für dessen Arbeit scharf kritisiert. © IMAGO/Revierfoto/Martin Hoffmann/Montage
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Nächste Attacke von Union Berlin in Richtung DFB: Nach Präsident Dirk Zingler hat nun auch Manager Oliver Ruhnert hart gegen die Führung der Nationalmannschaft geschossen. Laut Ruhnert habe DFB-Direktor Oliver Bierhoff "überhaupt keine Ahnung" von Nachwuchsarbeit.

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Union Berlin gegen den DFB, Runde zwei: Nachdem Präsident Dirk Zingler im Interview mit der Bild am Sonntag bereits einen schnellen Rücktritt von DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw gefordert hatte, legte Manager Oliver Ruhnert in der Sport1-Sendung "Doppelpass" gegen Bierhoff nach - und wurde dabei deutlich. "Aus den Vereinsvertretern heraus kann ich halt nur sagen, dass es nicht unbedingt so ist, dass Oliver Bierhoff da große Sympathiewerte bei allen hat, dass muss man auch ganz klar sagen. Ich weiß gar nicht, ob ich ihn im Bundesliga-Stadion überhaupt schon gesehen habe", sagte der Manager des Bundesligisten am Sonntag, ohne die Umstände der Corona-Pandemie zu erwähnen.

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Nicht die einzige Kritik des Union-Bosses. Auch der Austausch zwischen Bundesligisten und DFB werde "nicht so gelebt, wie es sein sollte", meinte Ruhnert. "'Die Mannschaft' - das kann ich überall hinschreiben, aber man muss es leben." Zudem sei Bierhoff zwar federführend für die Reform der Nachwuchsarbeit verantwortlich, "hat davon überhaupt keine Ahnung, macht es aber", sagte Ruhnert. Das sei seine persönliche Meinung, die Entscheidung liege beim DFB, der nach der "respektablen" Entscheidung von Löw, nach der EM 2021 zurückzutreten, "vielleicht einen kompletten Neuanfang" benötige.

Damit stimmte Ruhnert in die Kritik seines Klub-Präsidenten ein: "Es ist aus meiner Sicht ein katastrophales, peinliches Bild. Der DFB ist an der Spitze hoffnungslos zerstritten und dadurch führungslos", sagte der Zingler der Bild am Sonntag. Die Nationalmannschaft stehe beispielhaft für die Probleme des Verbands. "Ich glaube, es braucht einen kompletten personellen Neuanfang, um wirkliche Veränderungen in Gang setzen zu können", sagte Zingler. "Deshalb gehöre ich auch zu der großen Gruppe von Fußballfans in Deutschland, die es richtig finden würden, wenn Oliver Bierhoff und Jogi Löw noch vor der EM diesen Neuanfang ermöglichen würden. Das würde ihre unumstrittenen Verdienste der letzten Jahre nicht schmälern, sondern einen weiteren hinzufügen.“

Nach der 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien in der WM-Qualifikation hatte Löw zuletzt persönliche Konsequenzen vor seinem angekündigten Rückzug als Bundestrainer im Anschluss an die EM ausgeschlossen.