22. November 2019 / 16:29 Uhr

Union bittet die Eintracht zum Derby: Es knistert im Wald

Union bittet die Eintracht zum Derby: Es knistert im Wald

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Werden im zentralen Mittelfeld aufeinandertreffen: Alt Ruppins Ramon Schulz (I.) und Unions Jannis Neumann (m.).
Werden im zentralen Mittelfeld aufeinandertreffen: Alt Ruppins Ramon Schulz (I.) und Unions Jannis Neumann (m.). © Dirk Becker
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Landesklasse West: Alt Ruppiner Kicker reisen als Ligaprimus zum Ortsnachbarn nach Gildenhall .

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Vielleicht mögen Stephan Ellfeldt, Trainer des SV Union Neuruppin, und Daniel Kraatz, Coach der Alt Ruppiner Eintracht, nicht immer einer Meinung sein. Vor dem am Sonnabend (14 Uhr, Sportplatz Gildenhall) stattfindenden Derby in der Fußball-Landesklasse West wissen aber beide, dass es auf Grundtugenden ankommt. „Kopf, Wille und die Physis“, sind für Ellfeldt die entscheidenden Eckpfeiler. Kraatz will von seinen Schützlingen dagegen „Kopf, Herz und Mut“ sehen.

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Das Prestige-Duell der Ortsnachbarn, dessen Sportanlagen nur 3,19 Kilometer Luftlinie auseinander liegen, elektrisiert und ist bereits seit Tagen in aller Munde – außer bei den beiden Trainern, die zwar mit vollem Eifer an der Seitenlinie ihre Mannschaft nach vorne peitschen, persönlich aufkommenden Enthusiasmus im Vorfeld aber verneinen. „Es ist ein Landesklassen-Spiel, in dem es wie auch in allen anderen 29 Partien um drei Punkte geht“, sind sich Stephan Ellfeldt, wohnhaft in Kyritz, und Daniel Kraatz, der im havelländischen Pausin lebt, unisono einig.

Und trotzdem weiß der Eintracht-Coach, dass diese Begegnung für den Großteil der Alt Ruppiner keine normale ist: „Für den Verein und die Anhänger sind die Derbys wahrscheinlich doch die wichtigsten Spiele der Saison. Man bekommt es ja auch irgendwie mit, unsere Fans aus der Südkurve waren jeden Tag im Waldstadion und haben irgendwas vorbereitet.“ Nicht nur die lautstarke Unterstützung des grün-weißen Anhangs stellt für Daniel Kraatz einen Luxus dar, auch bei der Kaderzusammenstellung hat er die Qual der Wahl. „Am Dienstag waren 21 Mann beim Training, am Donnerstag konnte ich 24 Jungs begrüßen. Jeder will spielen, natürlich fällt es dann auch schwer, manch einem die bittere Nachricht zu überbringen“, erklärt der Trainerfuchs, der sich auf keine Experimente einlassen will: „Das Grundgerüst steht, bislang verzichtete ich auf Rotation, das wird auch so bleiben.“

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Union-Coach Stephan Ellfeldt hat seine Kicker, die sich nach einem Stotterstart gefangen haben, in die Spur gebracht. Zwar rangiert man mit elf Zählern auf dem elften Platz, die Tendenz zeigt aber klar nach oben: „Wir haben wettbewerbsübergreifend in den letzten acht Spielen sieben Mal nicht verloren. Auch wenn wir noch nicht bei 100 Prozent sind und ich die stärkste Formation noch suche, bin ich mir dennoch sicher, dass meine Jungs wettbewerbsfähig sind.“ Mit Blick auf das Klassement sind für Ellfeldt, der wie sein Trainerkollege auch von der Bank noch entscheidende Impulse bringen kann, die Rollen aber klar verteilt: „Alt Ruppin hat 25 Punkte und ist Spitzenreiter, wir haben elf Zähler und sind Elfter. Außerdem habe ich keinen Spieler mit Oberliga-Erfahrung in meinen Reihen. In einem Derby ist aber alles möglich, chancenlos sehe ich meine Jungs definitiv nicht.“

Der gleichen Auffassung ist Daniel Kraatz, der um die Stärken der Gildenhaller weiß: „Union hat viel Qualität, neben der großen Erfahrung kamen im Sommer auch einige Talente hinzu. Mit Jannis Steinke, Markus Filarski und Christian Lenz sind sie immer für ein Tor gut. Aber natürlich wollen wir punkten, im Idealfall dreifach, wobei in einem Derby alles möglich ist.“ In umkämpften und stimmungsvollen 90 Minuten wird es vermutlich auf Grundtugenden ankommen – Kopf, Herz, Mut und Wille.

In Fotos: Eintracht Alt Ruppin gewinnt das Derby gegen Union Neuruppin

Im Freitagabendspiel des 26. Spieltags setzen sich die Hausherren im Prestige-Duell vor 372 Zuschauern mit 1:0 durch. Thomas Nowitzki besorgte vom Elfmeterpunkt den Treffer des Tages. Zur Galerie
Im Freitagabendspiel des 26. Spieltags setzen sich die Hausherren im Prestige-Duell vor 372 Zuschauern mit 1:0 durch. Thomas Nowitzki besorgte vom Elfmeterpunkt den Treffer des Tages. © Dirk Becker
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