21. Dezember 2020 / 23:02 Uhr

Unmut nach Platzverweis für KSC-Profi Philip Heise gegen HSV: "Immer noch ein Männersport"

Unmut nach Platzverweis für KSC-Profi Philip Heise gegen HSV: "Immer noch ein Männersport"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spielentscheidend: KSC-Profi Philip Heise (r.) musste mit Gelb-Rot vom Platz.
Spielentscheidend: KSC-Profi Philip Heise (r.) musste mit Gelb-Rot vom Platz. © Alexander Scheuber/Getty Images
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Ein Platzverweis für Philip Heise war wohl der Knackpunkt im Spiel des Karlsruher SC gegen den Hamburger SV. Am Ende schoss Simon Terodde den verdienten Siegtreffer. Beim KSC machte sich Unverständnis über die Gelb-Rote Karte breit.

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Erst eine dumme Aktion, dann ein vielleicht zu kleinlicher Pfiff des Schiedsrichters: eine Gelb-Rote Karte für Philip Heise vermasselte dem Karlsruher SC am Montagabend gegen den Hamburger SV wohl einen Punktgewinn. Nachdem der Linksverteidiger in der 77. Minute den Platz verlassen musste, machte Simon Terodde in der 83. Minute den 2:1-Siegtreffer für den HSV. Nach dem Spiel machte sich Unmut bei den Badenern breit, die den Platzverweis als zu hart ansahen.

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"Die Schiedsrichter sind zu kleinlich, sie sollten auch mal das Spiel laufen lassen", klagte Heise nach der Partie bei Sky. "Es ist immer noch ein Männersport." Was Heise damit meint: Die zweite Gelbe Karte war vielleicht etwas zu hart. Er kam gegen David Kinsombi zu spät und hielt den Fuß drauf. "Wenn ich die zweite Gelbe sehe, fliegen viele vom Platz", ärgerte sich Heise.

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Auch KSC-Sportchef Oliver Kreuzer ärgerte sich vor allem über die zweite Verwarnung, die den Platzverweis nach sich zog. "Ich hätte mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht", sagte er. "Man muss zweimal nicht die Gelbe Karte geben. Ich hätte mir gewünscht, dass er ihn noch mal ermahnt. Das war der Knackpunkt im Spiel – in Unterzahl wird es gegen den HSV natürlich schwierig", sagte er.

Verschwiegen werden darf allerdings nicht, dass er sich die erste Gelbe Karte in der 68. Minute durch eine dumme Aktion holte. Er lupfte den Ball vor Khaled Narey unnötigerweise ein paar Meter vor einem Einwurf weg. Deshalb ärgerte sich KSC-Trainer Christian Eichner: "Mich ärgert die erste Gelbe Karte – das ist auch im Training Gelb bei mir. Ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf."