23. Februar 2020 / 22:27 Uhr

"Unsere Brust ist jetzt sehr breit": Der höchste VfL-Saison-Sieg, das schönste Saison-Gefühl

"Unsere Brust ist jetzt sehr breit": Der höchste VfL-Saison-Sieg, das schönste Saison-Gefühl

Andreas Pahlmann und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Durften sich über den höchsten Saison-Sieg freuen: Wolfsburgs Profis um Josip Brekalo (l.), Wout Weghorst (M.) und Paulo Otavio.
Durften sich über den höchsten Saison-Sieg freuen: Wolfsburgs Profis um Josip Brekalo (l.), Wout Weghorst (M.) und Paulo Otavio. © Peter Steffen/dpa
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Der VfL Wolfsburg gewinnt gegen schwache Mainzer mit 4:0 und klettert auf Platz sieben. Trainer Oliver Glasner will nach dem Sieg erst mal nicht über Europa sprechen. Torschütze Josip Brekalo schwärmt derweil von der besten Saisonleistung.

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So einen schönen Fußball-Sonntag hatte Fußball-Wolfsburg lange nicht mehr: Mit 4:0 (2:0) gewann der VfL am Sonntagabend gegen den FSV Mainz 05, feierte damit den höchsten Saisonsieg und kletterte auf Platz sieben der Tabelle – also genau auf den Platz, der für Europa reichen kann. Josip Brekalo, Renato Steffen (2) und Yannick Gerhardt erzielten vor 21.100 Zuschauern die Treffer.

Der bisher so erfolgreiche Februar setzt sich damit fort – in fünf Pflichtspielen gab es für den VfL jetzt vier Siege und ein Remis. Eine Partie steht noch an, ehe der Monat rum ist: Am Donnerstag steht das Europa-League-Rückspiel bei Malmö FF an, das Hinspiel hatte Wolfsburg mit 2:1 gewonnen.

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VfL hat die nötige Effizienz

Malmö könnte dann der zweite Gegner werden, gegen den der VfL zwei Saisonspiele gewinnt, Mainz war am Sonntag der erste. Entsprechend gut war die Laune. Auf Platz sieben angesprochen, meinte Trainer Oliver Glasner schmunzelnd: „Warum soll ich mich mit dem Europapokal der nächsten Saison beschäftigen, wenn wir noch mitten drin sind. Das beste Ticket wäre, die Europa League zu gewinnen...“ Und dann fügte er ernsthaft hinzu: „Wir bleiben dabei: Schritt für Schritt.“

Der Sieg am Sonntag sorgt für’s beste Gefühl der Saison – auch wenn Glasner einschränkte: „Es war eine sehr gute Leistung, es war aber nicht unsere beste Saisonleistung. Es waren sehr gute 85 Minuten – in den ersten Minuten war es verrückt, da haben wir Ecke um Ecke gegen uns bekommen.“ Was momentan gut läuft: „Wir haben die nötige Effizienz.“

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<b>Koen Casteels:</b> Hatte einen ruhigen Abend, war nur selten gefordert. - Note: 3. Zur Galerie
Koen Casteels: Hatte einen ruhigen Abend, war nur selten gefordert. - Note: 3. ©
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Brekalo: "Unser bestes Saisonspiel!"

Was man vor allem an den Toren sah – das wichtigste war das erste, erzielt von Brekalo, der aus 26 Metern traf. Und das – wie auch schon am Donnerstag gegen Malmö – mit links. „Ich bin ja eigentlich beidfüßig“, sagte der Kroate hinterher, „jetzt hat es zweimal mit links geklappt, ich habe den Ball gut getroffen. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich mit voller Überzeugung agieren soll, das habe ich versucht.“ Überzeugung, die nach kurioser Anfangsphase mit sechs Mainzer Ecken in den ersten vier Minuten immer mehr zu sehen war. Brekalo: „Wir haben gezeigt, dass wir sehr gut spielen können. Das war unser bestes Saisonspiel. Wir haben im Training sehr viel investiert, das hat sich ausgezahlt.“

Was ebenfalls eine Rolle spielte: Mainz war schwach – und Torwart Koen Casteels gab zu, dass das durchaus ein Faktor war. „Wir haben gut gespielt, aber der Gegner hat natürlich auch eine Rolle gespielt“, so der Belgier ehrlich. „In unserer Analyse vorher haben wir Mainz stärker eingeschätzt – sie haben in den vergangenen Spielen deutlich aggressiver agiert. Das soll aber nicht unsere Leistung schmälern. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen!“ 

Dass der VfL nach dem bisher so erfolgreichen Februar jetzt dranbleibt, daran hat Doppel-Torschütze Renato Steffen gar keine Zweifel: „Wenn wir so spielen, wird es schwer für unsere Gegner. Unsere Brust ist jetzt sehr breit!

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