21. Januar 2021 / 17:14 Uhr

"Unsportliches Verhalten": DFB sperrt Union-Profi Hübner für Auseinandersetzung mit Amiri

"Unsportliches Verhalten": DFB sperrt Union-Profi Hübner für Auseinandersetzung mit Amiri

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union-Berlin-Profi Florian Hübner (rechts) wird für seine Auseinandersetzung mit Leverkusen-Profi Nadiem Amiri gesperrt.
Union-Berlin-Profi Florian Hübner (rechts) wird für seine Auseinandersetzung mit Leverkusen-Profi Nadiem Amiri gesperrt. © imago images/Matthias Koch
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Nach seiner Auseinandersetzung mit Leverkusen-Profi Nadiem Amiri am vergangenen Freitag wird Union-Berlin-Spieler Florian Hübner für zwei Spiele gesperrt und erhält eine Geldstrafe. Dieses Urteil fällte das DFB-Sportgericht am Donnerstag. Rassismus konnte dem Berliner nicht nachgewiesen werden.

Union Berlins Abwehrspieler Florian Hübner ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes nach dem Streit mit Bayer Leverkusens Nadiem Amiri für zwei Spiele gesperrt worden. Für den Vorwurf einer rassistischen Beleidigung fanden die Ermittler des DFB-Kontrollausschusses allerdings keine Anhaltspunkte. Hübner fehlt den Eisernen in der Bundesliga somit wegen unsportlichen Verhaltens in den Partien an diesem Samstag (15.30 Uhr, Sky) beim FC Augsburg und eine Woche später gegen Borussia Mönchengladbach.

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„Für mein Verhalten in der verbalen Auseinandersetzung mit dem Leverkusener Spieler Nadiem Amiri bin ich zu Recht bestraft worden. Von grundlegender Bedeutung ist für mich, dass das Sportgericht und der DFB davon ausgehen, dass ich selbst zuvor verbal attackiert worden bin und dass meine Äußerungen nicht diskriminierend oder in irgendeiner Weise rassistisch waren“, wurde Hübner in einer Mitteilung seines Vereins am Donnerstag zitiert. Der 29-Jährige muss zudem eine Geldstrafe von 20.000 Euro bezahlen. Hübner entschuldigte sich später bei Amiri - was dieser annahm.

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Die DFB-Ermittlungen gegen Hübners Teamkollegen Cedric Teuchert wurden laut Union Berlin eingestellt. Ein Vergehen des Stürmers gegen die DFB-Rechts- und Verfahrensordnung konnte demnach nicht festgestellt werden. Während und nach dem Bundesliga-Spiel am Freitag vergangener Woche zwischen Union und Bayer (1:0) war es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Vereine gekommen. Im Mittelpunkt stand ein Streit zwischen Hübner und Amiri nach dem Abpfiff.

Anschließend hatte Leverkusens Jonathan Tah von einer rassistischen Beleidigung gegen Amiri berichtet, die er jedoch selbst nicht gehört hatte. Einen Zeugen für die kolportierte Wortwahl "Scheiß Afghane" gab es letztlich offenbar nicht mehr. Wie Tah zu den Anschuldigungen kam, ist weiter unklar. Wie der DFB mitteilte, konnte auch Amiri im Laufe der Ermittlungen nicht ausschließen, "dass die Wortwahl eine andere war".

"Der Nachweis einer rassistisch motivierten oder diskriminierenden Handlung konnte nicht erbracht werden. Dem Sportgericht ist ferner bekannt, dass sich Hübner und Amiri am Tag nach dem Spiel wechselseitig für das jeweilige Fehlverhalten entschuldigt und der gegenseitigen Wertschätzung versichert haben", wurde Sportrichter Hans E. Lorenz in einer DFB-Mitteilung zitiert.